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Nov
07

Mehlkleber – Vergessen zwar, doch wunderbar!

Dieses how-to soll sich kurz und knapp mit der Herstellung vom guten, alten Mehlkleber beschäftigen. Mehlkleber wurde früher sehr viel im Drachenbau von Jung&Alt eingesetzt, mit dem Aufkommen der ganzen kommerziellen (teils erheblich besseren!) Produkte verschwand die Verwendung zunehmend!

Trotzdem, Mehlkleber ist sehr einfach und schnell herzustellen, er eignet sich nach wie vor hervorragend, um Papier, Pappe, Holz (eingeschränkt) usw. zu verkleben. Er ersetzt natürlich keinen Epoxydharz oder dergleichen, aber er ist schnell gemacht, auch an einem Sonntag, an dem kein Geschäft auf hat, um den passionierten Bastler mit klebrigen Substanzen zu versorgen.

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Wir brauchen (für ca. 500ml Kleber)

- 435ml kochendes Wasser

- 145ml kaltes Wasser, in dem 100ml Mehl mit einem Stabmixeroder dergl. eingerührt sind

- Etwas Ascorbinsäure (Vitamin C) oder Borsäure zur Schimmelverhinderung

 

Die Herstellung ist denkbar einfach. Wir bringen die 435ml Wasser auf dem Herd in einem geeigneten Topf zum kochen. Derweil streuen wir unter ständigem Rühren die 100ml Mehl in die 145ml Wasser ein. Der Brei sollte klümpchenfrei sein später! Am besten eine größere Tasse nehmen, Wasser rein, Stabmixer rein, Stabmixer “an” und dann das Mehl dazu. Das Ganze für 30sek. lang mixen.

Stehen lassen für etwa eine Minute, dann nochmal für 30sek. mixen. Das hat den Zweck, das Gluten im Mehl aufzuschliessen, denn das ist für die Klebkraft verantwortlich!

In das kochende Wasser geben wir jetzt langsam und unter stetigem Rühren die Mehlpampe. Die Konsistenz ändert sich schlagartig, es wird ein teiltransparenter, gelber Brei. Hitze runterregeln, und dann noch etwa 2 Minuten bei leichtem “blubbern” (es muss noch etwas kochen) weiterrühren. Vom Herd nehmen, abgedeckt abkühlen lassen und fertig!

Ist er einmal kalt, kann es durch Verdunstung während des Abkühlens vorkommen, dass der Kleber einfach zu zäh geworden ist. Dann einfach mit etwas Wasser vermengen und kraftig rühren. So lässt sich jede beliebige Konsistenz herstellen.

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1 Response to “Mehlkleber – Vergessen zwar, doch wunderbar!”


  1. 1 Johann R.
    Mai 16, 2013 um 10:37 vormittags

    Wann und wie kommt die Ascorbinsäure ins Spiel?


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