Archiv für August 2008

27
Aug
08

news 27.8.2008

  • Verfahren – Tiefziehen

Für kleine Serien und Kleinteile gibt es durchaus sinnvolle Alternativen zu GFK und Co. Sehr beliebt ist z.B das Tiefziehen von Thermoplasten mit oder ohne Vakuum. Letzteres bietet sich jedoch nur bei wirklichen Kleinstteilen an, da sich der Kunststoff bei größeren Teilen nur schlecht oder garnicht um das Werkstück zieht. Für solche Teile bietet sich dann dann die Variante mit dem Staubsauger an. Man benötigt noch Heizelemente, einen Vakuumtisch mit Düsen, die an die Materialstärke angepasst sind und natürlich Formen.

Formbautut gibts hier… ( vieles kann übertragen werden) und hier gibts ein wirklich gutes How-To für den Aufbau von Tisch und Heizelement from scratch. Dies ist aber nur ein Beispiel unter vielen für solche Apparate. Wer ein wenig sucht wird feststellen das es da ne Menge unterschiedliche Ansätze für das Problem gibt.

  • Material – varia wood

Für den eher designorientierten Bastler gibt mit varia wood ein interessantes neues Material. Auf einen Träger aus “ecoresin” wird eine ultradünne Furnierschicht aufgebracht. Das Ergebnis ist ein Panel das gleichzeitig sehr stabil ist und dabei die Transluzenz des Furniers bewahrt. Durch die Holzschicht erhält das einfallende Licht einen angenehm warmen Farbton. Raumteiler , Lampen, die Anwendungsgebiete sind da wohl recht weit gefasst.

Was es mit diesem “ecoresin” auf sich hat muss noch geklärt werden. Die Firma bemüht sich zwar um ein sehr grünes Image, aber naturverträgliche Harze sind noch nicht so wirklich weit verbreitet.

  • Material – Seitenlichtfasern

Auch eher was für die Designer sind Seitenlichtfasern. Im Gegensatz zu den verbreiteten “Glas”fasern ( an dieser Stelle die grausamen UFO-Lampen in Erinnerung rufen) leuchten diese Fasern über ihre gesamte Länge relativ gleichmäßig. Die Faserne eignen sich dabei weniger für die Beleuchtung von ganzen Räumen, sondern sind eher für das Setzen einzelner Akzente im Halbdunkel gedacht.

Link 1 , Link 2

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23
Aug
08

news 23.8.2008

  • Audio – Squarewave Synthie

Eine extrem einfache Variante eines Synthesizers wird bei hackaday in einem kleinen How-To vorgestellt. Die treffendste Beschreibung für die Frickelei wäre wohl analoger Synthesizer zur Erzeugung eines digitalen Signals. Audiophile Zeitgenossen sollten sich dieses Gerät lieber nicht antun, der Sound ist jetzt eher so geht so. Als Einstieg in die Synthiewelt oder kleine Spielerei am Rande um den Mindestbestellwert bei den Elektronikversendern zu erreichen dürfte es aber in jedme Fall ausreichen.

  • nonsens – Widerstandsarmee

Schlimme Dinge passieren wenn man Elektrotechniker zu lange alleine lässt… . Manche entdecken dann den Künstler in sich. Wie sowas konkret enden kann zeigt dieses Beispiel in erschreckender Klarheit ;) .

P.S.: Das mit der Widerstandsarmee ist absolut  wörtlich zu verstehen.

  • Rocketscience – Jetpack

Bottlerockets kennt ihr ? Gut … habt ihr euch schonmal gefragt ob es möglich ist damit einen Menschen irgendwo hin zu schießen ? Wenn ja dann seit ihr nicht die einzigen, aber  Japanische TV-Fritzen sind auch noch verrückt genug das mal auszutesten. Ein Video zu der Aktion gibts hier

Anmerkung des Autors: Ein wenig seltsam sieht das Flugverhalten schon aus, aber bei der miesen Qualität des Videos kann man irgendwelchen Beschiss leider nicht erkennen oder hab ich was übersehen ?

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20
Aug
08

blecharbeiten – dirtboard

Als ich noch jung war hießen diese Dinger noch Schutzblech und selbst die ersten Mountain Bikes fuhren noch mit dem klassischen Stahlblech herum. Die etwas cooleren Leute hatten natürlich schon Steckschutzbleche aus Kunststoff, die Teile sehen einfach ne Spur schneidiger aus und scheppern nicht so wenn sich die Schrauben mit der Zeit lösen. Die Plasteteile haben auch lange Zeit meine Velo geziert und sind entgegen anderslautender Vorraussagen auch in all den Jahren nicht gemopst worden. Seit kurzem hat meine Stadthitsche jedoch eine Federgabel und zumindest vorne konnte der Dreckstopper nicht weiterverwendet werden. Dumm nur wenn man am Samstag Abend, kurz nach Ladenschluss feststellt, dass es: 1. bald regenen wird und 2. kein Schutzblech mehr vorhanden ist. Also kurz überlegt und dabei an diese komischen Bleche gedacht, die direkt am Rahmen und nicht mehr an der Gabel befestigt werden. Nach etwas herumsuchen bei Tante G. hab ich auch dann ein paar Vorlagen gefunden, die sich jetzt im Neudeutschmarketingsprech Dirtboards nennen. Gut, so ein Teil wollte ich trotzdem haben, also ab in den Bastelkeller und geschaut was so an Material rumliegt. Zeitvorgabe war erstmal 2h.

weiterlesen ‘blecharbeiten – dirtboard’

15
Aug
08

news 15.8.2008

  • Energie – Pico-Hydro Generator

Ein paar Anwendungsbeispiele für HT- oder PVC-Rohre waren ja schon im dirrty trikz Artikel versprochen, pico hydro ist so eins. Die Idee dahinter ist ein winziges Wasserkraftwerk für die entlegeneren Winkel dieser Erde zu entwickeln, die keinerlei Chance auf einen Anschluss an das öffentliche Netz haben. Die Ausgangsleistung sollte unter einem Kilowatt liegen, damit sich das System auch noch einfach transportieren lässt.

Turbine und Generator finden zusammen in einem 18L Eimer Platz. Das Wasser wird von oben auf die sehr einfachen Turbinenschaufeln aus halbierten PVC Rohren geleitet und tritt unten am Eimer wieder aus. Die Technik ist dabei so robust, das sie sogar mit Abwässern betrieben werden kann. Nachteil dieser Konstruktionweise ist jedoch, das ein relativ starkes Gefälle benötigt wird um sie anzutreiben. Hinzu kommen die Kosten für den Generator, dessen Permanentmagnet schon mit 300$ zu Buche schlägt. Auch mit Mikrokrediten oder ähnlichen Finanzierungsmodellen ist das in vielen Regionen noch eine stolze Summe. In diesem Interview wird jedoch bereits eine Alternative vorgestellt, die keine teuren Neuteile verwendet sondern auf alten Lichtmaschinen beruht.

  • Energie – Wasserpumpe

Wasser Pumpen mit Wasserkraft – auch eine Möglichkeit sich den Einsatz stromfressender Pumpen zu sparen. Auf den ersten Blick sieht die Pumpe aus wie ein gewöhnliches Mühlrad, bei genauerer Betrachtung sollte jedoch das Schlauchpaket an der Seite auffallen. Das Funktionsprinzip ist folgendes: Der Fluss versetzt das Mühlrad in Rotation und bei jeder Umdrehung wird eine kleine Menge Wasser + Luft durch die Schlauchspirale gepresst. Die Luftblase drückt das Wasser dann am Ende das Gefälle hinauf. Das Wasser kann so höher gepumpt werden als der der Durchmesser des Rades ist, der die Begrenzung bei klassischen Versionen des Pumpenwasserrades darstellt. Wie in den Kommentaren beim Makeblog richtig bemerkt wurde, verringert sich dadurch natürlich die Durchflussmenge. Die Förderhöhe kann mit diesen Hinterhofkonstruktionen aber durchaus 25m betragen. Ob ein Wasserrad beliebig in der Größe skaliert werden kann ist fraglich und so gibts es trotz der Effizienzverluste mit Sicherheit sinnvolle Einsatzzwecke für dieses Gerät. Im Gegensatz zum Autor des vorgestellten Projekts halte ich die Energieerzeugung jedoch eben nicht für sinnvoll. Warum soll man die Energie des Rades nicht direkt anzapfen und sich dabei die Verluste durch Reibung usw. sparen ?

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13
Aug
08

news 13.8.2008

  • Nützliches – Wiperglove

Hinter diesem hübschen Anglizismus verbirgt sich nicht mehr als ein Handschuh mit angenähtem Wischergummi. Zielgruppe solcher Dinger sind wohl Biker, die auch bei schlechtem Wetter nicht vom Bock lassen können oder Snowboarder oder oder …

So ein Add-On für den Handschuh lässt sich mit wenigen Handgriffen selbst anbringen. Mehr dazu auf instructables

  • Möbel – kompakt und durchdacht

Für den Nachbau vieleicht nicht unbedingt geeignet, möcht ich den Solera Stuhl hier trotzdem kurz vorstellen. Das Konzept ist einfach zu gut um es nicht doch mal ebend mit in den Newsstrom zu streuen. Zwischen den Stuhlbeinen befindet sich ein Hocker. Diesen kann man noch zweiteilen und erhält so 2 Hockerchen, die in Kombination mit dem umgedrehten Stuhl eine Sitzgelegenheit bilden. Zwei umgedrehte Stühle werden dann mit zwei Hockerelementen zu einem Tischchen verbunden. Klingt alles komplizierter als es ist- einfach mal anschauen:

Link!

Das bekanntere Projekt von Hamilton Design sind mit Sicherheit die 7 Deadly Glasses , inspiriert von den 7 Todsünden.

  • LED – Sun/Moon Jar

Ja! Noch mehr Anglizismen. Nex vom Laserblog hat eine kleine Anleitung veröffentlicht wie eine billige Solarleuchte in ein Marmeladenglas verfrachtet. Eine kleine LED strahlt die Energie des tagsüber aufgenommene Sonnenlicht dann nachts wieder ab. Kaufen kann man die Dinger zwar auch, aber wie so oft nur für unerhört viel Geld.

09
Aug
08

news 9.8.08

  • Maschinen – Rapid Prototyping

Im Bereich 3D Drucker gibt es ja zahlreiche konkurrierende Techniken, deren Gemeinsamkeit oft ihr hoher Anschaffungspreis ist. Das Opensourceprojekt “RepRap” versucht die Technologie auch weniger Begüterten zugänglich zu machen. Ins Auge gefasst wurden dabei speziell Kooperativen oder Kleinunternehmer in Entwicklungsländern, aber es spricht nichts dagegen sich so ein Teil auch in die eigene Hobbywerkstatt zu stellen. Mit einem Einsatz von knapp 400€ soll man bereits mitspielen dürfen.

Das besondere an diesem Rapid Prototyping Projekt ist, dass sich die Maschine selbst reproduzieren kann. Gut, nicht vollständig, aber ein paar Rohre mit passendem Durchmesser werden sich überall auf der Welt relativ problemlos auftreiben lassen. In Zukunft sollen auch die PCB’s von den RepRaps selbst gefertigt werden (Stichwort circuit printing). Basismaterial für die Kunststoffverbinder ist das kürzlich bereits vorgestellte Polymorph, es können jedoch auch zahlreiche andere Materialien verarbeitet werden.

via makeblog

  • Material – Galalithe

Wo wir grade mal wieder bei exotischen Kunststoffen sind, ist Galalithe oder Milchstein definitiv ein Kandidat, der es verdient hier mal vorgestellt zu werden. Ähnlich wie das bekanntere Bakelit handelt es sich um ein Material aus der Vorölära. Grundstoff ist das in Milch enthaltene Casein. Aus diesem Lässt sich ein Duroplast erzeugen, der eine harte, glänzende Oberfläche besitzt. Anwendungsgebiete waren v.a. Schmuckherstellung und später die Elektrotechnik, wo Galatith als Isolator eingesetzt wurde. Mit dem Aufkommen vollsynthetischer Kunststoffe auf Erdölbasis verschwand das zerbrechliche und teure Galatithe. Wenn man aber gerade nichts anderes hat als Milch und Essig wird man jedoch vieleicht auf alte Ideen zurückgreifen wollen. Wie es gemacht wird erfahrt ihr hier!

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06
Aug
08

news 6.8.08

  • Materialien – Kunststoff

Polycaprolactone (eng. Bezeichnung) ist ein Kunststoff, der unter Raumtemperatur ziemlich stabil ist, um 62°C jedoch weich und formbar wird. Verkauft wird er unter den Labels Polymorph und Shapelock und soll nicht ganz billig sein. Man kann aber sehr einfach ziemlich coole Sachen daraus bauen, wie dieser Beitrag bei hackedgadgets* beweist.

Wer sich fragt wo man sowas in Deutschland bekommt, sollte mal in den nächsten Baumarkt schlendern. Wenn man Heissklebesticks lange genug in 62° warmem Wasser badet hat die Masse eine frappierende Ähnlichkeit mit den oben vorgestellten Produkten ( ist aber nicht das gleiche). Heissklebe bleibt einfach das Pfuschermaterial schlechthin und wirds jetzt vieleicht noch ein wenig mehr.

*mal abgesehen von der Kleberorgie find ich die Idee, die Gelenke eines humanoiden Roboters aus Gardinenstangen zu fertigen ziemlich klasse.

  • Recycling – HDD’s

Alte Festplatten hat ja fast jeder noch irgendwo rumfliegen. Bevor man sie aber in die Tonne pfeffert sollte man sich aber überlegen, ob man ihnen nicht einen Lebensabend als Schleifstein gönnt. Öffnen, den Lesearm entfernen, den Motor direkt an 12v klemmen, eine runde Schleifpapierscheibe auf die Platter kleben und fertig ist der Tellerschleifer. Wenn man nur Kleinteile bearbeiten oder mal ein Werkzeug anschleifen muss reicht so ein Ding vollkommen.

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in einem Wort: DIY
Selbermachen aus Prinzip, aus Spass oder einfach weil mans kann. Ganz grundsätzlich dreht sich hier alles rund um Elektrotechnik, Mechanik und wie man seine Basteleien hübsch verpackt (aka Design). Für die Naschkatzen gibts die Kategorie "Köstlichkeiten", selbstgemacht ist hier natürlich auch das Essen!

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