
Mit dem sechsten Teil der Artikelserie nähert sich das Projekt Modell 1134680 nun in großen Schritten der Vollendung. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als gäbe es nur noch wenig zu tun, haben die letzten Schritte nocheinmal ein halbes Wochenende gekostet.
In Teil 5 wurde ja in 1. Linie der obere Teil der Lampe mit der Niedervoltverdrahtung erklärt, in Teil 6 soll es nun um die untere Schale gehen. Dort ist der Treiber der LED untergebracht und daher befindet sich dort auch die 230V Zuleitung.

Hier ist die noch unbearbeitet Unterschale zu sehen. Um die KSQ hier zu montieren hätte es eigentlich keiner weiteren und umfangreichen Umbaumaßnahmen bedurft. “Irgendwie” hätte man das Teil dort in jedem Fall anflanschen können, im Zweifelsfall mit Siemens Luftankern oder Ducttape. Das Zentrum des Reflektors, das die Schale später mal nach oben abschließen soll, war für meine Begriffe noch etwas langweilig. Die glatte Fläche dort auf der Oberseite, dort wo das Aluminiumblech gespannt worden war, lechzte geradezu nach irgendeinem kleinen Gimmick. Da ich auch kein großer Freund von Inline-Schaltern irgendwo im Kabel bin, war klar : Hier muss ein Schalter hin. Die Restekiste verbarg leider keine passenden Teile mehr. Um die Symetrie nicht zu gefährden, musste es natürlich auch ein möglichst flach bauender Druckschalter sein. Sowas für 230V aufzutreiben war gar nicht so einfach. Beim kleinen P konnte man dann aber noch ein paar Inline-Lampenschalter auftreiben. Qualitativ und haptisch bewegt sich das ganze natürlich weit unter ALPS-Standard, aber was flacheres war irgendwie nicht zu bekommen.
Gemessen habe ich natürlich nicht, grobes Augenmaß musste reichen und so kam es, wie es kommen musste, immer noch zu hoch alles. Ohne komplizierte Hebelkonstruktionen musste der Schalter in jedem Fall irgendwie noch auf der KSQ montiert werden, im Zentrum des Reflektors. Auf dem obigen Bild sollte man die alte Fassung für das Motorlager noch gut erkennen. Die Erhebung in der Mitte der Unterschale, dort wo mal das festgerostete Kugellager sass. Dort verbargen sich noch 2 wertvolle Zentimeter.
Also schnell rauf auf die Drehe das Teil…

und den Krams abgedreht.



Das entstandene Loch in der Mitte wurde dann auch gleich wieder mit einem Alublech verschlossen. Modern wie wir sind, wurde alles geklebt. Die 2-Komponenten-Epoxyharz-Kleber der “Fest”-Reihe von Uhu eignen sich vortrefflich für so etwas. Habe bisher sowohl Endfest als auch Schnellfest verwendet und bin insgesamt sehr zufrieden damit. Im gleichen Zug mussten dann auch die Ecken des KSQ-Gehäuses weichen. Die Orginalbohrlöcher waren in meinen Plänen nicht weiter wichtig und ohne etwas trimming hätte die KSQ auch nicht gepasst.
Die Kabeldurchführung sollte dem Industrie-thema ebenfalls angemessen sein…

Wegen die Sicherheit … wurden dann auch noch Alubleche gebogen,welche die Schlitze in der Unterschale verschließen. Es wäre ja schade wenn unbedarfte Finger da mal hinei’lange und sich nen derben Schlag holen würden. Das sollte zwar bei ordentlicher Verkabelung schon nicht passieren, aber man weiß ja nie, der Teufel ist schließlich ein Eichhörnchen! Die Bleche haben auch noch den schönen Nebeneffekt, dass so auch keine Blicke auf die eher hässliche Netzteilgeschichte da unten werden können.

Die Bleche sollen nur gegen unbefugten Zugriff schützen, ein wenig Frischluftzufuhr ist durch die schmalen Schlitze weiterhin gegeben.

Befestigt wird die KSQ zukünftig mit dieser Halterung. Die Rohre sind einen Tick kürzer als die KSQ hoch ist und wenn die Schrauben einmal angezogen sind, bewegt sich da garnichts mehr.

Mit einem kleinen Stück Polystyrol lässt sich mit wenig Aufwand eine Zugentlastung fürdie 230V Zuleitung bauen.

Die Zugentlastung befindet sich auf dem Bild oben rechts, bereits am Kabel montiert. Das seltsame Kupferblech auf der Trägerplatte für den Schalter muss noch auf eine der 3 Schrauben montiert werden. Die hochgebogenen Ecken sollen verhindern, dass sich das Erdungskabel versehentlich löst.

Was noch fehlte war ein passender Knopf zu der ganzen Geschichte. Meinen ersten Versuch, hier im Bild, habe ich etwas entnervt aufgebeben. Alu in den Dimensionen lässt sich nicht mehr gut händisch drehen und es dauert einfach eeeeewig, bis man einen vernünftiges Resultat in den Händen hält.

Also das ganze schnell in CAD skizziert und an ähem “externe” Dienstleister outgesourced ^^.

Die Farben haben nichts zu sagen, rot ist die bewegliche Kontaktfläche, grau der Zierring drumherum. Beides wird aus Alu gedreht …


So soll es dann irgendwann mal aussehen. Die 3 Stützen lassen genug Raum, um den Schalter von allen Seiten einfach erreichen zu können.

Zum Abschluss des ganzen dann noch ein Bild des Schalters inklusive der Verkabelung. Schalter, Ring und Tastfläche wurden auch mit 2k Kleber fixiert. Sieht vieleicht nicht so schön aus, ist aber schnell und einfach zu bewerkstelligen…
Achja, die Lampe ist damit fertig
. Also so wirklich und ohne Aussicht, sich noch einmal in irgendwelchem “Kleinkram” festzubeißen. Insgesamt hat sich der Bau fast über 2 Monate sporadischer Arbeit hingezogen, Bilder von dem fertigen Kunstwerk gibt es dann im Laufe der nächsten Tage. Die Finalbilder sollen noch mit einer ordentlichen Kamera gemacht werden und nicht nur mit meiner ollen Knipse.
mfg
RBT
Modell 1134680:
- Reflektor – 1. Ansatz (1)
- Reflektor – 2. Ansatz (2)
- Kühlung (3)
- Abstandhalter (4)
- Elektrisches – Niedervolt (5)
- Elektrisches – Hochvolt (6)
- Impressionen (7)
LEDprojekte:
HP-LEDspot
Ambilight
Nachttischlampe
Wissenswertes:

6 Antworten zu „baubericht – modell 1134680 (6)“