Der Bretterzoo hat ja bereits vor einiger Zeit Zuwachs bekommen, die Details zum neusten Board aus eigener Fertigung möchte ich aber nicht für mich behalten.
Los geht es mit einer neuen Presse. Die alte Balgpresse war mir zu sperrig, zu schwer (~ 60kg) und ließ sich nicht vernünftig mit einer Person bedienen. Für das neueste Board fehlte auch die Möglichkeit Rohlinge mit einem Concave >10mm und Nose/Tail zu versehen. Gepresst wird jetzt ganz klassisch mit 3-Balkenpresse.
Um Nose und Teil Pressen zu können, wurden Kern und Drucklagen bereits vor dem Pressen grob zugeschnitten. Holz lässt sich nur ungern in mehr als 2 Dimensionen biegen.
Was noch fehlt ist ein schickes Zierfunier. In diesem Fall “indischer Apfel”. Hatte insgesamt ein ca. 3m langes Blatt und für das Board wurde die schönste Stelle ausgeschnitte. Die lange “Flamme” passt perfekt für ein schnelles Brett ohne Taille (siehe shape oben im Bild).
Verstärkungsfasern: Habe mir dieses mal ein paar Quadratmeter Biax-Gelege gegönnt (400er Grammatur).
Alles stapeln, Schraubzwingen spannen und dann ab in den “Temperofen” damit. Mit dieser Konstruktion lassen sich Temperaturen bis 60° erreichen. Warme Luft wird von einem 92er Lüfter direkt am Ofen angesaugt. Als ich gebastelt habe, war es schon etwas kühler und so konnte man sich sicher sein, dass am nächsten Morgen auch alles hart ist.
Es gilt wie immer: nicht nachmachen
Entformen ist immer ein wenig wie Weihnachten (man ist so aufgeregt, dass man schonmal das Frühstück vergisst
), danach zuschneiden und schleifen, schleifen, schleifen.
Lackiert wird mit den guten Dosen aus dem Fachhandel für Fassadengestaltung und Bootslack (hier im lauwarmen Wasserbad). Es war gar nicht so einfach eine passende Kontrastfarbe zu dem kräftigen rot-braun des Furniers zu finden.
Der bekannte Claim durfte natürlich auch nicht fehlen …
Genausowenig wie eine farblich abgestimmte Achsen- und Rollenkombi
Die Achsen bekommt man so natürlich nicht im Laden. An einer länglichen mit Session mit Schrubbfeile und Schleifpapier führte leider kein Weg vorbei. Bei der Oberfläche “wie gekauft” kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, in den chinesischen Gießereien würde in grobem Kies statt feinem Formsand gegossen…
Mit dem Rant verabschiede ich mich dann auch mal in den 2. Teil des Artikels
NXP2 – Teil 1 (Baubericht)
NXP2 – Teil2 (Finale Bilder)













Das like Button Plugin waere stark. Oder habe ich es nicht gefunden?
leider wird der Button bei WP direkt eingebunden, ich möchte aber nicht, dass meine Leser getracked werden..
Die option, den button hinter einem extra “Klick” zu verstecken gibts leider nicht und da ich keine eigene WP installation habe kann ichs auch nicht als plugin installieren.ich hoffe man verlinkt mich trotzdem via URL-paste
EDIT: WP hat den Datenschutzbedenken offensichtlich rechnung getragen und nen layer über den Like-button gezogen. Liken kann man über den Menupunkt “mehr” am ende des Artikels!
hey, echt schick geworden dein board
kannst du mir verraten, wie du mit der lackierung genau vorgegangen bist?
spritzspachtel, grundierung, lack anschleifen, bootslack etc?
bin nämlich auch gerade dabei, aber ein wenig verunsichert wegen der kompatibilität von sprühlacken mit bootslack bzw parkettlack.
grüße aus dem rheinland,
njellush
diverse bootslacke auf sprühlack … kein problem. andersrum treibts blüten!
lackaufbau ist deutlich simpler. glasfaser->spachtel->sprühlack->bootslack