20
Okt
07

rbt´s V8Trike

Der folgende Beitrag befasst sich mit der Entstehung meines V8Trike´s von den ersten Skizzen bis zum finalen Modell im Maßstab 1:5

Polystyrolplatten bilden die Basis für fast alle Komponenten des Trikes, es kommen jedoch auch verschiedene Hölzer, GFK und Aluminium zum Einsatz.

Die erste Skizze entstand wohl noch während meiner Schulzeit und aus irgendeinem Grund verschwand sie nicht, wie so viele, in der runden Ablage.

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Im Laufe des Jahres kehrte ich immer wieder zu diesem Entwurf zurück und fertigte zahlreiche Varianten an. Das z.B. die Rahmenform aus dem 1. Entwurf nicht so ideal ist, war sehr schnell klar.

Leider existieren von den Zahlreichen Detailskizzen aus der Anfangzeit nicht mehr allzuviele.

die Skizzen aus dem Frühjahr o5 sidn schon sehr nah an der Finalversion ohne das ich mir dessen so bewusst war. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinerlei Pläne die Maschine dreidimensional umzusetzen.

Gegen Ende des Jahres sah die Welt jedoch schon ganz anders aus und aus einer fixen Idee war der feste Entschluss geworden, dem ganzen wenn schon kein Leben, dann doch zumindest Form zu geben.

Auf dem Papier und auch noch ohne Perspektive, sah das Ganze ja vlt. schon recht hübsch aus, nun musste jedoch zumindest theoretisch auch ein Mensch auf dem Gefährt platz nehmen können. Die schlichte, aus einfachen geometrischen Formen bestehende Konstruktion, erwies sich jedoch als sehr schwer Umsetzbar. Selbst kleinste Veränderungen z.B an der Sitzposition hatten unmittelbare Auswirkungen auf die komplette! Konstruktion. Die Entwicklung der endgültigen Form auf Basis der Skizzen hat wahrscheinlich mehr Zeit und Nerven gekostet als Entwurf und Modell zusammen. Den Ausgangspunkt für das Modell waren dann eine Seitenansicht sowie eine Draufsicht in 1:5. CAD oder ähnlicher neumodischer Schnickschnack war bis zu diesem Zeitpunkt an keiner Stelle eingesetzt worden ;). Dies war jedoch auch mein letztes (fast) CAD freies Projekt. Selbst einfache Programme wie Sketchup ersparen einem zentnerweise Zeit.

Die maßstabsgetreuen Konstruktionszeichnungen existieren leider auch nicht mehr, daher steigen wir direkt mit der Modellbauphase ein.

Die Front- und Bodenverkleidung sollte aus einem Stück bestehen. Für solche, eher komplizierten Formen bietet sich eigentlich immer GFK an. Das Bike sollte ein absolutes Einzelstück werden, komplizierte Negativformen waren also überflüssig. Das Positiv was hier zu sehen ist habe ich aus Polystyrolschaum gefertigt. PS gibt es im Baustoffhandel unter diversen Handelsnamen und ist deutlich günstiger als der PU-Schaum für den Modellbau. Für die meisten Anwendungen reicht PS völlig aus, muss aber gegen Lösungsmittel geschützt werden, in diesem fall mit 2k Spachtelmasse.

Rahmen und Karosserie in Rohform.

Um die gewünschte Materialstärke zu erreichen wurden jeweils zwei Rahmenrohlinge zusammengeklebt

Für kleine, runde Flächen lohnt es nicht mit GFK zu arbeiten. Auf einen Grundkörper aus PS-Schaum wurde in diesen Fällen einfach Füllspachtel aufgetragen.

Genauso wurde auch bei der Konstruktion des Tanks verfahren.

Der nächste Bauabschnitt umfasst den Bau von Motor und Getriebe. Der Motor wurde ähnlich wie Rahmen und Tank konstruiert. Das Getriebe besteht überwiegend aus verklebten 5mm PVC Platten.

Die folgende Bilderserie über den Bau des Motorblocks werde ich nicht im Einzelnen erläutern, da ich denke das die einzelnen Arbeitsschritte ziemlich transparent sind.

Sollten die Spaltmaße nicht so 100% den idealvorstellungen entsprechen kann man sich auch behelfen, indem man Kunsstoffspäne in den Zwischenraum presst und erst dann verklebt.

Der Grundkörper des Getriebes. Im Vordergrund liegen die Halterungen für den Lenker.

Alle Elemente für Rahmen und Karosserie sind soweit fertig und müssen nur noch lackiert werden. Es fehlen nur noch Kleinteile wie Griffe und Bremsen und der Tankdeckel.

Die Lenker bestehen aus 5mm Alurohren auf die kleine, selbstgedrehte Holzgriffe geklebt wurden.

Die Bremshebel gab es natürlich auch nicht von der Stange sondern mussten selbst angefertigt werden. Erst grob in Form feilen, …

dann mit der Schlüsselfeile abrunden. Die komplette Lenkerkonstruktion besteht aus ca. 34 Einzelteilen. Die Hebel sind etwas kürzer als bei normlen Motorädern weil mechanische Verbindungen nicht angedacht sind und ich so auch 2Fingerbremsen verwenden kann.

Der Tankdeckel wurde einfach aus einer Messingschraube gedreht

Während der Entwurfs- und Zeichenphase hatte ich mir schon für fast alle Einzelteile überlegt, wie und woraus ich sie herstellen wollte. Bei den Rädern hatte ich diese Frage erfolgreich verdrängt und musste nun relativ schnell eine Lösung für mein Problem finden. Klar, Rundes wird gedreht, aber woraus? Metall und Kunststoff in dieser Größenordnung wäre zu schwer und zu teuer geworden. So kam es das ein großer Teil des Modells aus Massivholz gefertigt wurde. Birne lässt sich hervoragend drechseln und hat auch nach kurzem schleifen eine perfekte Oberfläche.

Da ich keine so massiven Stücke zur verfügung hatte, habe ich einfach ein 20mm starkes Brett kleingeschnitten und zu dicken Blöcken verleimt. Auch nach über einem Jahr haben sich noch keine Absätze durch vor sich hinarbeitendes Holz entwickelt.

Das die vorderen Räder keine Narbe haben sollte machte die Sache nicht unbedingt einfacher, da man die Räder so nicht vernünftig spannen konnte. Dafür musste erst ein Hilfsfutter gedreht werden, in das dann die Rohlinge vorsichtig eingeschlagen wurden.

Das Hinterrad hatte zwar eine schöne Achse zum spannen aber hier mussten Speichen an die Felge. Ein Teilkopf erleichtert einem die saubere Aufteilung ungemein. Für die Feinarbeit kamen wieder die Schlüsselfeilen zum Einsatz.

Dieser Klotz trägt das vordere Fahrwerk und stellt die Verbindung zwischen Rahmen und Karosserie her. MDF ist zwar schwer lässt sich jedoch einfach bearbeiten.

Nachdem die Genaue Position des Rahmens festgelegt wa, konnten auch die Verkleidungen für die Auspuffanlage installiert werden.

Die Flügel der vorderen Aufhängung bestehen aus einfachen Aluplatten.

Die Aufhängung ist so massiv, weil sie nachher auch das Gewicht des Trikes tragen muss. Stützen oder ähnliches wollte ich mir eigentlich ersparen.

Der Rohbau des Trikes ist damit beendet, alle wichtigen Elemente sind vorhanden. Die Farbgestaltung ist erst kurz vor Beginn der Bauphase festgelegt worden. Das Rahmen und Motor silbrig/aluminiumfarben lackiert werden sollten stand schon früh fest, Unsicherheit herrschte noch bei der Karosserie, die deutlich bunter werden sollte. Zu Beginn hatte ich noch eine sehr aggressive Lackierung im Auge. In der engeren Wahl waren irgendwas Giftgrünes, schwarz/rot oder violett. Nachdem ich zahlreiche Farbskizzen angefertigt hatte setzte sich jedoch die Erkenntnis durch, das die Grundform gar keine allzu wilde Farbgebung zuließ. An mehr organischen Formen hätte das vlt. gut ausgesehen, für meinen strengen, geometrischen Entwurf hab ich dann etwas eher klassisches gewählt. Ein Burgunderrot mit einem weißen Mittelstreifen schien gut zu passen. Das Rot habe ich aus diversen (5-6?) Farbtönen speziell für dieses Modell gemischt. Die meisten Burgundtöne die es zu kaufen gab waren mir schon zu Blaustichig. Für ein Modell dieser Größe sind die 25ml Einheiten aus dem Modellbau völlig ausreichend.

Um den Trocknungsprozess etwas zu beschleunigen habe ich eine Abdeckung für den Ofen gebaut und darauf geachtet das die Temperatur immer im Bereich von 50-60° liegt.

Am folgenden Tag konnten dann mit dem engültigen Zusammenbau begonnen werden.

Für die letzten Fotos habe ich den Renner dann in die freie Wildbahn entlassen, Asphalt schnuppern!

Einige Details haben es nicht bis ins Modell geschafft, daher zum Ende nochmal eine kleine Skizze!

Zeit: 400h

Geld: ca. 60-70€

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3 Responses to “rbt´s V8Trike”


  1. 1 flix
    Oktober 29, 2007 um 7:24 pm

    Wow, das sieht ja mal richtig geil aus, echt professionell.

  2. 2 Scorpion
    Oktober 8, 2008 um 8:28 pm

    Sehr Saubere Arbeit! Wie die ganze HP hier .. muss schon sagen da habt ihr zwei was richtig nobles aufgebaut und versorgt die Seite auch mit richtig noblen und präzise ausgeführten Projekten. Man mus schon zimlich viel Motivation udn ERgeiz zeigen um soviel Zeit und kraft in solch ein Projekt zu stecken, meinen Respekt. Neidisch bin cih lediglcih auf die Maschienen auf die ihr zurückgreifen könnt^^

    Gruß Scorpion

  3. 3 rbt
    Oktober 9, 2008 um 5:21 pm

    danke für das lob.

    Ja nen gewissen grad an Selbstmotivationsfähigkeit muss man schon mitbringen, grade wenn sich Projekte etwas hinziehen oder komplizierter werden als gedacht.

    Bei meinem Maschinenpark kann ich mich wirklich nicht beschweren. Normalerweise bin ich aber kein großer Freund der elektrischen Helferlein und mache noch vergleichweise viel mit Muskelkraft. Für vieles reicht auch eine minimal oder durchschnittlich ausgestattete Hobbywerkstatt. Standbohrmaschine, nen guter Satz Feilen, Stichsäge, Dremel, Handsägen.


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