Archiv für Juli 2008

29
Jul
08

news 29.7.2008

  • Elektrotechnik – Spannungswandler

Die einfachste Möglichkeit passende Gleichspannungen für ein Projekt zu generieren sind wahrscheinlich die linearen Regler alá 7805 (5V fest) oder der Lm 317 (regelbar). Der große Nachteil ist, dass sie die „überschüssige“ Spannung in Wärme umwandeln und bei großen Differenzen zwischen Ein- und Ausgangsspannug entsprechend heiß werden.

Sogenannte Schaltregler besitzen einen viel höheren Wirkungsgrad und werden daher in fast allen elektronischen Geräten eingesetzt. Wie so ein Regler funktioniert wird hier erklärt.

  • Elektrotechnik – KSQ

Mit der 3dcenter gezeigten Technik lassen sich auch Konstantstromquellen aufbauen, die ebenfalls deutlich effizienter arbeiten als ihre linearen Verwandten ( der lm317 lässt sich auch als ksq verwenden).

hier gibts einen Schaltplan für eine 350mA Version und hier den passenden Forenthread dazu.

  • Elektrotechnik – Fireflies

Auf dem tinkerlog wurde auch eine neue Version der Fireflies vorgestellt. Fireflies sind eine Eigenentwicklung von Alex, dem Kopf hinter tinkerlog. Die flies bestehen eigentlich nur aus einer LED, einem IC und einem Fototransistor/widerstand. Alleine sind diese Dinger recht unspektakulär, da sie einfach nur gemütlich in der Gegend herumblinken. Werden sie jedoch zu einem großen Feld zusammengeschaltet beginnen sie sich langsam zu synchronisieren, ziemlich hypnotisierend das Schauspiel. Die Steuerung der einzelnen Boards erfolgt dabei weiterhin über die individuellen IC´s. Wenn einem das monotone Dauerblinken dann zu langweilig wird kann man das Feld ganz einfach durch zusätzliches Licht wieder aus dem Takt bringen und es dauert eine Weile bis es sich wieder eingependelt hat. Die aktuelle Version kann jetzt auch in RGB und mit Tennisballdiffusor auch ne Spur hübscher.

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

22
Jul
08

dirrrdy trikz!

Aus gegebenem Anlass mal ein kurzer Exkurs in die Hauswassertechnik. Laut Bauvorschrift xy wird in deutschen Haushalten ja das bekannte HT-Rohr verbaut. Das „HT“ steht dabei für Hochtemperatur, da die Kunststoffrohre aus PP bis 90° belastbar sind. Polypropylen hat für diesen Anwendungszweck viele nützliche Eigenschaften. Es ist wie gesagt relativ temperaturbeständig, wiedersteht den meisten schwachen Laugen und Säuren und wird auch von Fetten nicht zersetzt. Als kleines Schmankerl ist die Innenseite der Rohre auch so glatt, das Ratten nicht senkrecht nach oben kriechen können. In alten Bleirohren fanden diese Tierchen durchaus genug halt um am Ende der Reise ihre Nase aus der Toilette stecken zu können.

Die Widerstandsfähigkeit kann den Bastler aber auch in den Wahnsinn treiben, z.B. wenn man mal etwas abseits der Standardmuffe fixieren will. Kleben und Lackieren fällt auf PP leider aus, sagt zumindest der entsprechende Eintrag in Wikipedia. Mit speziellen Primern kann man da natürlich auch was machen, aber die kosten Geld und je später der Abend wird um so schlechter lassen sich die Leute auch noch mit Geld motivieren.

Das Problem lässt sich jedoch auch sehr einfach mit Haushaltsmitteln lösen. Dafür benötigt man nichts anderes als eine offene Flamme. Die darf auch ruhig etwas heißer sein, dann rußt man nicht alles zu. Mit der Lötlampe/Campingkocher/Gasherd flämmt man die Oberfläche des Rohres an der späteren Klebestelle nun vorsichtig an und voila – der Kleber hält. Aber obacht, PP ist ein Thermoplast und verformt sich sehr schnell. Grade an den Enden ist daher vorsicht geboten, wenn dort noch eine Muffe aufgeschoben werden soll.

schönen Abend noch …

P.s: Ja, mit HT-Rohren kann man noch ganz andere tolle Dinge bauen, aber wir sind ein anständiges Blog und wollen hier keine Aufforderungen oder Anleitungen zu strafbaren Handlungen sehen…

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

20
Jul
08

HP-Led Lampe – mini update

Die Lichtfarbe meiner Schreibtischlampe war zwar bewusst sehr kalt gewählt worden, die Seoul P4 waren mir mit der Zeit aber doch etwas zu blaustichig. Die Farbtemperatur der Cree Q5 liegt ca. 1000k unterhalb der Werte der P4 und ist damit deutlich wärmer.

Während des Herumexperimentierens mit den Cree’s fiel mir dann auf, dass diese grade in Kombination mit den P4’s ein sehr angenehmes Licht zum Arbeiten produzieren. Also flugs eine Seoul aus der Hadrill ausgebaut und durch eine Q5 ersetzt. Das Ergebnis entspricht jetzt ziemlich genau dem, was ich mir ursprünglich erhofft hatte. Mangels Erfahrung mit den Farbtemperaturen war die erste Version noch nicht so 100% auf das Einsatzgebiet abgestimmt.

Das Bild sollte den Unterschied ganz gut illustrieren. Fotografiert wurde mit einem Blatt Papier in ca. 3cm Abstand zu den Leds. Die unterschiedliche Größe der Lichtflecken resultiert aus den unterschiedlichen Abstrahlwinkeln der Leds. Die Cree strahlt in einem Winkel von 90°, die P4’s liegen bei 120°.

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

17
Jul
08

Ergänzungen zu „Lichtquellen“

Auf Anregung eines Lesers (thx 22) habe ich den etwas geschmähten Punkt der El-Folien nocheinmal aufgegriffen.

  • El-Folien

In Anwendungsbereich und Erscheinungsbild gleichen sie eigentlich den bereits behandelten OLEDs. Es handelt sich ebenfalls um Folien ( dünner als 1mm ), die in der Lage sind über die gesamte Fläche gleichmäßig Licht abzugeben. Technisch gesehen unterscheiden sich die beiden Lösungen jedoch erheblich. Die El-Folie basiert auf der Eigenschaft bestimmter Dielektrika nach Anlegen einer Spannung Licht zu erzeugen, sie wird daher auch Kondensator-Leuchtfolie genannt. Die Leuchtpigmente werden dazu in eine Kunststoffolie als Trägermaterial eingebettet. Am Augenfälligsten werden Die Unterschiede wahrscheinlich bei der Stromversorgung. Die meisten Produkte werden mit Werten um 110V Wechselspannung und 400Hz betrieben, ein Überbleibsel aus dem ursprünglichen Anwendungsgebiet in der Avionik. Für den Anwender bedeutet dies, das leise Fiepen eines Inverters in Kauf nehmen zu müssen. Frequenz und Spannung können sich jedoch auch in den Bereichen +/- 50-300V und 300-1000HZ bewegen, über diese kann dann auch die Farbtemperatur bis zu einem gewissen Grad beeinflusst werden. Verkauft werden die Folien entweder als Endlosstreifen ( EL-Schnüre) oder als „Platte“ bis A0. Je nach Anwendungszweck lassen sie sich dann nach belieben zuschneiden, wichtig ist nur die Anschlüsse nicht auch mit abzuschneiden.

Auf den ersten Blick mag sich das alles ganz gut anhören, mich haben die Folien jedoch bisher nicht beeindruckt. Weiße Folien haben in ausgeschaltetem Zustand eine hässlich blassrosa Farbe und die Lichtfarbe war subjektiv gesehen auch wenig begeisternd. Hinzu kommt das Fiepen des Inverters, das man auch irgendwie abschirmen muss. Für Aussenanwendungen gilt genau wie bei OLED’s, dass man die Folien vor Feuchtigkeit schützen muss. Die Entwicklung ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen und man darf gespannt sein ob sie nicht irgendwann eine Alternative zur OLED-Technologie darstellen.

  • Lichtleiter

In der Diskussion um effiziente und farbtreue Lichtquellen ist zumindest für Letzteres das Sonnenlicht immer noch Maß der Dinge. Der klassiche Weg Tageslicht in die Räume zu bekommen ist das Fenster oder Oberlicht. Leider liegen nicht alle Räume an der Außenseite eines Gebäudes und große Glasflächen bedeuten immer einen Wärmeverlust. Der Versuch Licht auf anderem Wege in das Innere eines Gebäudes zu leiten liegt also nah. Die Technische Umsetzung ist jedoch nicht so einfach. Zuerst muss das Licht gesammelt werden. Linsen und Parabolspiegel sind die dafür so gängigen wie einfachen Mittel. Die Herausforderung liegt im Transport des Sonnenlichts an sein Ziel im Gebäudeinneren. Zur Zeit verwendet man gartenschlauchähnliche Hohlleiter. Diese sind mit einer Chemikalie befüllt, die besondere Brechungseigenschaften besitzt und eine hohe Lichtdurchlässig aufweist. In der Zusammensetzung dieser Flüssigkeit liegt wahrscheinlich das größte Optimierungspotential. Die Effizienz dieser relativ neuen Technik liegt bei mageren 50%. Leider steht Sonnenlicht in unseren Breitengraden nicht immer und in außreichender Menge zur Verfügung und es muss an trüben Tagen mit Kunstlicht unterstützt werden. Die Kollektortechnik ist zwar eigentlich Low-Tec , die mechanische Nachführung macht das ganze System jedoch wieder Fehleranfällig. Für bürokomplexe ist diese Technologie jedoch ideal. Die Arbeitszeiten decken sich hier mit den Stunden intensivsten Tageslichts.

Soviel zum aktuellen Stand der Technik. Die zwei Punkte werden noch an den ursprünglichen Artikel angehängt. Wer noch andere interessante Methoden kennt, Licht zu erzeugen schickt bitte eine Mail an botchjob [a] web.de

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

11
Jul
08

news 11.7.2008

  • Readymade I

Eher ein Geschenk für die fotobegeisterte Frau sind diese Armreifen aus recycleten Objektivringen. Ist auch nicht günstig der Spass, aber der findige Bastler sollte auch einen Weg finden sowas für kleines Geld realisieren.

  • Readymades II

Bei den Hamburger Jungs von Lockengelöt ( na der Name bleibt ganz sicher im Gedächtnis…) dreht sich die gesamte Arbeit um die Neuinterpretation alter Alltagsgegenstände. Wer also auch auf der Retrowelle surft und dazu das Ausgefallene liebt sollte da mal vorbeischauen. Auch ohne konkrete Kaufabsichten ist der Shop mal einen Blick wert, die Produkte lassen einen vieleicht beim nächsten mal mit ganz anderen Augen am Sperrmüll vorbeigehen.

  • Design

In diesen News bleiben wir in der Designwelt. Das PLoP! Regal wurde speziell für den nomadischen Lebensstil vieler Studenten entworfen, es sollte also leicht und handlich sein. Erreicht wurden diese Ziele mit dem Einsatz von Wellpappe und einem einfachen Faltmechanismus. Das Gewicht liegt dann auch bei angenehmen 1,8kg, mit Abmessungen die auch einen Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln zulassen. Umweltfreundlich wird die Konstruktion durch die Verwendung von Pappe auch noch.

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

07
Jul
08

cree XR verlöten

Update: 12.3.2009

Nach dem was ich in der Zwischenzeit über SMD Bauteile und die entsprechenden Lötverfahren gelernt habe, ist diese Methode ausdrücklich NICHT! mehr zu empfehlen. Ich lasse das How-To trotzdem noch online, aus Fehlern kann man auch lernen und dieses Beispiel schreckt hoffentlich ab.

Update: 21.12.2009

Wie man es besser machen kann erfahrt ihr hier.

LINK

Dieses Tutorial dreht sich um einen recht speziellen Fall. Es soll ein Weg vorgestellt werden, Highpowerleds wie z.B die Cree XR, mit Hilfe einer starken Hitzequelle ( schwerer Lötkolben / Herdplatte) auf einer Aluminiumplatine zu befestigen. Zum Einsatz kommt dabei keine Reflowpaste sondern herkömmliches Lötzinn. Auch wenn sich hier alles um die Cree dreht, lassen sich die Ergebnise mit Sicherheit auch auf andere Modelle übertragen.

Stellt sich die Frage warum man überhaupt löten sollte. Die Alternative wäre einfach mit Wärmeleitkleber oder -Paste einen Kontakt zwischen Kühlfläche und Aluplatine herzustellen. Eine gelötete Verbindung bietet jedoche einen deutlich günstigeren Wärmewiderstand, was sich positiv auf die Lebensdauer der Leds auswirken soll. Die Verwendung eines fertig bestückten Staremitters wäre zwar immer noch einfacher, in machen Fällen mag die Bauform jedoch wenig zweckdienlich sein und man setzt lieber auf die Stücke aus der Multilineplatine.

Im Vergleich mit den Modellen von Seoul oder Luxeon weist die Bauform der Cree XR Serie einige Besonderheiten auf:

1. keine einzelnen Beinchen, nur schmale Kontaktflächen an der Grundplatte, 2. die Verwendung einer Glaslinse statt des gewohnten Silikons und 3. der Metallring um den Dome.

Weiterlesen ‚cree XR verlöten‘

05
Jul
08

news 5.7.2008

  • Des kleinen Mannes Oszilloskop

An die Auflösungen eines teuren Standalonegeräts kommt dieses einfache Oszilloskop nicht heran, aber für den Hobbieisten wirds wohl reichen. Die technische Basis bildet das so beliebte Arduino-Board, also ein Atmega 168. Ein Arduino-Einsteigerkit gibts schon für 30€, die Ansteuerung erfolgt bequem über USB.

  • Rastertunneln, auch für kleines Geld

Wenn man ‚Rastertunnelmikroskop‘ hört, werden die Gedanken wohl um teure Hightechgeräte kreisen, die ganze Räume füllen. Dazu kommt noch ein kleines Team hochqualifizierter Wissenschaftler und Techniker, die das komplizierte Gerät bedienen. Diese Vorstellung mag in weiten Teilen auch der Realität entsprechen, es muss jedoch nicht so sein. An der Uni Münster wurde im Rahmen des SXM-Projektes ein kostengünstiger Bausatz für ein solches Mikroskop entwickelt. Kostengünstig ist in diesem Fall jedoch ein sehr relativer Begriff, liegt der Preis für so ein Komplettpaket doch bei knapp 1000€. Erfreulicherweise sind jedoch die Zeichnungen und sonstige Sourcen frei und man kann versuchen den Preis über selbstbeschafftes Material zu drücken.

Eine Rasterkraftvariante für nichtleitende Materialien befindet sich angeblich „gerade“ in der Entwicklung. Die Projektseite sieht schon etwas angestaubt aus.

  • BMW’s Gina

Unabhänig davon, ob man das aktuelle Design von BMW nun mag oder nicht, Chris Bangle und seinem Team muss man Respekt zollen. Sie haben es geschafft, der aktuellen Modellreihe ein eigenständiges und markantes Gesicht zu geben. Dies gelingt nicht nur bei Rückgriffen auf die Vergangenheit ( Z8 ), man ist auch bereit immer wieder völlig neue Wege im Design zu gehen. Bestes Beispiel ist die aktuelle Studie ‚Gina‘, die komplett auf ein herkömmliches Blechkleid verzichtet. Die Geschichte mit dem Kleid wird hingegen sehr wörtlich interpretiert, die Außenhaut ist komplett mit einem Spezialgewebe bezogen. Die Zahl der Verkleidungsteile wird so auf 4 reduziert und als besonderer Clou sind bestimmte Karosseriepartien dynamisch an Fahrweise oder Geschmack anpassbar. Das gesamte Konzept geht natürlich noch weit über diesen kurzen Anriss hinaus, lasst es euch einfach vom Designer selbst erklären.

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen




Watt is hier Sache?

in einem Wort: DIY
Selbermachen aus Prinzip, aus Spass oder einfach weil mans kann. Ganz grundsätzlich dreht sich hier alles rund um Elektrotechnik, Mechanik und wie man seine Basteleien hübsch verpackt (aka Design). Für die Naschkatzen gibts die Kategorie "Köstlichkeiten", selbstgemacht ist hier natürlich auch das Essen!

contact

botchjob (a) web.de

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 105 Followern an