17
Jul
08

Ergänzungen zu „Lichtquellen“

Auf Anregung eines Lesers (thx 22) habe ich den etwas geschmähten Punkt der El-Folien nocheinmal aufgegriffen.

  • El-Folien

In Anwendungsbereich und Erscheinungsbild gleichen sie eigentlich den bereits behandelten OLEDs. Es handelt sich ebenfalls um Folien ( dünner als 1mm ), die in der Lage sind über die gesamte Fläche gleichmäßig Licht abzugeben. Technisch gesehen unterscheiden sich die beiden Lösungen jedoch erheblich. Die El-Folie basiert auf der Eigenschaft bestimmter Dielektrika nach Anlegen einer Spannung Licht zu erzeugen, sie wird daher auch Kondensator-Leuchtfolie genannt. Die Leuchtpigmente werden dazu in eine Kunststoffolie als Trägermaterial eingebettet. Am Augenfälligsten werden Die Unterschiede wahrscheinlich bei der Stromversorgung. Die meisten Produkte werden mit Werten um 110V Wechselspannung und 400Hz betrieben, ein Überbleibsel aus dem ursprünglichen Anwendungsgebiet in der Avionik. Für den Anwender bedeutet dies, das leise Fiepen eines Inverters in Kauf nehmen zu müssen. Frequenz und Spannung können sich jedoch auch in den Bereichen +/- 50-300V und 300-1000HZ bewegen, über diese kann dann auch die Farbtemperatur bis zu einem gewissen Grad beeinflusst werden. Verkauft werden die Folien entweder als Endlosstreifen ( EL-Schnüre) oder als „Platte“ bis A0. Je nach Anwendungszweck lassen sie sich dann nach belieben zuschneiden, wichtig ist nur die Anschlüsse nicht auch mit abzuschneiden.

Auf den ersten Blick mag sich das alles ganz gut anhören, mich haben die Folien jedoch bisher nicht beeindruckt. Weiße Folien haben in ausgeschaltetem Zustand eine hässlich blassrosa Farbe und die Lichtfarbe war subjektiv gesehen auch wenig begeisternd. Hinzu kommt das Fiepen des Inverters, das man auch irgendwie abschirmen muss. Für Aussenanwendungen gilt genau wie bei OLED’s, dass man die Folien vor Feuchtigkeit schützen muss. Die Entwicklung ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen und man darf gespannt sein ob sie nicht irgendwann eine Alternative zur OLED-Technologie darstellen.

  • Lichtleiter

In der Diskussion um effiziente und farbtreue Lichtquellen ist zumindest für Letzteres das Sonnenlicht immer noch Maß der Dinge. Der klassiche Weg Tageslicht in die Räume zu bekommen ist das Fenster oder Oberlicht. Leider liegen nicht alle Räume an der Außenseite eines Gebäudes und große Glasflächen bedeuten immer einen Wärmeverlust. Der Versuch Licht auf anderem Wege in das Innere eines Gebäudes zu leiten liegt also nah. Die Technische Umsetzung ist jedoch nicht so einfach. Zuerst muss das Licht gesammelt werden. Linsen und Parabolspiegel sind die dafür so gängigen wie einfachen Mittel. Die Herausforderung liegt im Transport des Sonnenlichts an sein Ziel im Gebäudeinneren. Zur Zeit verwendet man gartenschlauchähnliche Hohlleiter. Diese sind mit einer Chemikalie befüllt, die besondere Brechungseigenschaften besitzt und eine hohe Lichtdurchlässig aufweist. In der Zusammensetzung dieser Flüssigkeit liegt wahrscheinlich das größte Optimierungspotential. Die Effizienz dieser relativ neuen Technik liegt bei mageren 50%. Leider steht Sonnenlicht in unseren Breitengraden nicht immer und in außreichender Menge zur Verfügung und es muss an trüben Tagen mit Kunstlicht unterstützt werden. Die Kollektortechnik ist zwar eigentlich Low-Tec , die mechanische Nachführung macht das ganze System jedoch wieder Fehleranfällig. Für bürokomplexe ist diese Technologie jedoch ideal. Die Arbeitszeiten decken sich hier mit den Stunden intensivsten Tageslichts.

Soviel zum aktuellen Stand der Technik. Die zwei Punkte werden noch an den ursprünglichen Artikel angehängt. Wer noch andere interessante Methoden kennt, Licht zu erzeugen schickt bitte eine Mail an botchjob [a] web.de

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