22
Jul
08

dirrrdy trikz!

Aus gegebenem Anlass mal ein kurzer Exkurs in die Hauswassertechnik. Laut Bauvorschrift xy wird in deutschen Haushalten ja das bekannte HT-Rohr verbaut. Das „HT“ steht dabei für Hochtemperatur, da die Kunststoffrohre aus PP bis 90° belastbar sind. Polypropylen hat für diesen Anwendungszweck viele nützliche Eigenschaften. Es ist wie gesagt relativ temperaturbeständig, wiedersteht den meisten schwachen Laugen und Säuren und wird auch von Fetten nicht zersetzt. Als kleines Schmankerl ist die Innenseite der Rohre auch so glatt, das Ratten nicht senkrecht nach oben kriechen können. In alten Bleirohren fanden diese Tierchen durchaus genug halt um am Ende der Reise ihre Nase aus der Toilette stecken zu können.

Die Widerstandsfähigkeit kann den Bastler aber auch in den Wahnsinn treiben, z.B. wenn man mal etwas abseits der Standardmuffe fixieren will. Kleben und Lackieren fällt auf PP leider aus, sagt zumindest der entsprechende Eintrag in Wikipedia. Mit speziellen Primern kann man da natürlich auch was machen, aber die kosten Geld und je später der Abend wird um so schlechter lassen sich die Leute auch noch mit Geld motivieren.

Das Problem lässt sich jedoch auch sehr einfach mit Haushaltsmitteln lösen. Dafür benötigt man nichts anderes als eine offene Flamme. Die darf auch ruhig etwas heißer sein, dann rußt man nicht alles zu. Mit der Lötlampe/Campingkocher/Gasherd flämmt man die Oberfläche des Rohres an der späteren Klebestelle nun vorsichtig an und voila – der Kleber hält. Aber obacht, PP ist ein Thermoplast und verformt sich sehr schnell. Grade an den Enden ist daher vorsicht geboten, wenn dort noch eine Muffe aufgeschoben werden soll.

schönen Abend noch …

P.s: Ja, mit HT-Rohren kann man noch ganz andere tolle Dinge bauen, aber wir sind ein anständiges Blog und wollen hier keine Aufforderungen oder Anleitungen zu strafbaren Handlungen sehen…

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7 Responses to “dirrrdy trikz!”


  1. 1 jngd
    Juli 24, 2008 um 10:24 am

    Jo, sehr guter Trick um PP zu kleben. Ist wirklich die einzige richtige Methode für den Heimgebrauch.
    Liegt übrigens daran, dass die Oberfläche sprichwörtlich aktiviert wird, und somit bereit ist, eine Verbindung einzugehen.
    Sonst is die Oberfläche ja eher so ultraglatt und seifig. Nur bei Teflon, da tut sich sogar die Industrie relativ schwer 😛

  2. Juli 28, 2008 um 6:29 pm

    ui, hätte ich jetzt net gedacht von den ollen rohren. wieder was gelernt. vll kann ichs ja _irgendwann_ mal brauchen… in nächster zeit wohl kaum.

    lg debauer

  3. 3 rbt
    Juli 28, 2008 um 7:36 pm

    sowas brauch man immer mal. Aus den Rohren kann man ja die tollsten Sachen kosntruieren. In den Staaten wird ziemlich viel mit den recht ähnlichen PVC Rohren gemacht. Da hab ich auch noch irgendwo links zu.


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