Archiv für Oktober 2008

30
Okt
08

news 30.10.2008

  • Material – Schwanenhälse

Diese Schwanenhalsgeräte sind zwar eigentlich für den Audiobereich gedacht, aber es gibt bestimmt noch eine Menge andere Anwendungsbereiche in denen die mal nützlich werden könnnten. Klar kann man sowas auch mit nem dicken Draht und etwas Flexschlauch selber bauen, wenns man etwas professioneller sein darf wird man vieleicht hier fündig. Passende Stecker oder Buchsen sollte es auch beim großen R geben, sieht sehr nach standard Audioverbindern aus.

  • Audio – Stribe

Was ist ein Stribe? Laut Homepage handelt es sich um einen 8Kanal multi-touch controller für Audio- und Videosoftware. Klingt bis hierhin ja noch ganz harmlos oder interessant, je nach Standpunkt. Spannend wirds auf der Feedbackseite, die über schlappe 1024Leds realisiert wird. Jedes Pixel des 16×64 Displays kann dabei individuell angesteuert werden.

Auch mit intensivem Einsatz von Bragraphen, ist sowas also eher ein Projekt für die fleißigen und erfahrenen Lötkünstler unter euch. Oder natürlich für die, dies werden wollen. Wenn man es geschafft hat alle Lötpunkte sauber zu setzen hat man sich wohl goldene Lötnadel am Band verdient…

Auf der Page gibts auch noch ein paar mehr Videos, Pläne und sonstige Hilfen, ist ja alles OS. Achja ganz billig ist der Spass natürlich auch nicht, über 600$ inkl. shipping exkl. tax+customs muss man schon einplanen für einen Bausatz.

  • Hack – Mifare on the cheap

Wer sich ein wenig für Sicherheitssysteme (oder ihre Überwindung 😉 ) interessiert wird schon mitbekommen haben, dass das RFID-System „Mifare-classic“ schon seit einigen Monaten gehackt ist. Die vollständigen Dokus dazu kursieren auch seit ein paar Wochen im Netz. Für die Bequemen gibts jetzt auch ein hübsches Tool um den ganzen Decryptkrempel in wenigen Sekunden über die Bühne zu bringen, meldet heise.

Mifare kennt ihr nicht? Macht nichts, steht auf den meisten Karten auch nicht drauf, ist aber drin. Zum Beispiel in Zugangssystemen für die Gebäudetechnik, Bezahlsystemen (na schonmal gefragt was in der Mensakarte drinsteckt?) usw.

Wenn das mit der Zeit zum Volkssport wird, stehen wohl ein paar größere Investitionen in neue Infrastruktur an, bei sicherheitsrelevanten Bereichen wohl schon eher.

25
Okt
08

news 25.10.2008

  • Elektrotechnik – Kassettenadapter

Die Tage der rauschenden Magnetbänder sollten ja eigentlich längst gezählt sein, aber alte Autos sind wohl das letzte Refugium, in das sie sich retten konnten und nun mit letzter Kraft verteidigen. Ein Problem entsteht, wenn man jetzt dieses altertümliche Stück Analogtechnik mit Musik füttern will, die zumindest irgendwann einmal in digitaler Form vorlag. Hat noch wer nen Kassettenrekorder? Wahrscheinlich nicht, außerdem ist es bequemer direkt seinen taschentauglichen Musikspeicher ans Autoradio zu flanschen! Sonst liegen auch nur wieder säckeweise selbstgemischte Mixtapes unter den Sitzen. Die Kauflösungen sind wahrscheinlich bekannt, aber weil wir hier ein DIY-Blog sind hab ich auch ne Anleitung zum Selberfrickeln zur Hand. QnD musses sein – Hier klicken!

  • Mechanik – „Smart Bolts“

Beim Toolmonger wird ein nettes Spielzeug für die Sicherheitsfanatiker vorgestellt. Wie man eine Schraube richtig fest bekommt sollte klar sein…

When it’s not critical, the grunt method works — one grunt for tight, two grunts for really tight.

Aber nicht ganz ohne Hintergedanken lässt der Volksmund prüfen wer sich ewig bindet… . Der Zyniker kennt die Antwort, der Unfallsachverständige vieleicht auch. Die „Smartbolts“ kommunizieren zumindest über einen kleinen Farbpunkt auf dem Schraubenkopf ob sich da vieleicht im Laufe der Zeit was gelöst haben könnte. Der happige Stückpreis garantiert auch, dass man die Teile auch nur bei kritischen Verbindungen einsetzt.

  • Steampunk – Uhren

Mit großer Bestürzung musste ich feststellen, dass der letzt Beitrag zu irgendwas aus dem Steampunk-Universum schon ne ganze Weile her ist. Gut vieleicht ist der Hype auch vorbei oder zumindest auf nen normales Level heruntergebrochen worden. Wer immer noch auf das pseudo-viktorianische Zeug steht, für den gibts hier noch ein paar schöne Uhren in dem Style. via

Aber jetzt ma unter uns … sieht mächtig unpraktisch aus das Geraffel. Irgendwie hätt ich bei vielen Kreationen Angst was abzubrechen.

23
Okt
08

Forum – Interesse ?

So, ums kurz zu machen

– besteht in der Leserschaft das Interesse an einem Forum ?

Die Kommentarfunktion wird ja im Moment ja noch nicht so intensiv genutzt und daher sind wir etwas skeptisch was die Akzeptanz  eines Forums angeht und fragen daher einfach mal in die Runde…

21
Okt
08

news 21.10.2008

  • Rocketscience – Driven by Delta T

Gut, für den Bastler vieleicht nicht so einfach umzusetzen, setzt die Atmos 561 doch auf ein interessantes Konzept um ihr Uhrwerk am laufen zu halten. Minimale Temperaturschwankungen reichen bereits als Energiequelle.

„Their power source is a hermetically sealed capsule containing a mixture of gas and liquid ethyl chloride, which expands into a chamber as the temperature rises, compressing a spiral spring; with a fall in temperature the gas condenses and the spring slackens. This motion constantly winds the mainspring“

via coolhunting

  • LED – DIY Sun/Moon Jar

„Drüben“ beim Laserblog gab es vor einiger Zeit mal ein interessantes Projekt mit Leds. Mit der Elektronik aus fertigen Solarleuchten und einem Einmachglas lassen sich für kleines Geld hübsche und vor allen Dingen wasserdichte Effektleuchten für drinnen und draußen basteln. botchjob berichtete…

Wer sich mit der Anleitung vom Laserblog klar Unterfordert fühlt sollte vieleicht mal einen Blick in den Solarleuchten-Thread im Lumitronixforum werfen. Da gibts ne Menge Infos für eigene Entwürfe von Grund auf. Bauteilauslegung, Schaltpläne, Bezugsquellen – was man halt so braucht.

  • Werkzeug – Bohrhilfe für Rohre

Ein Rohr sauber anzubohren klappt nur, wenn das grade irgendwo in der Wand liegt und eigentlich grade nicht angebohrt werden sollte. Naja solange man das nicht mehr als 10mal bringt, reichen die Finger noch …

Wenn man aber doch mal mit voller Absicht ein Loch braucht, rutscht man leider oft nur den Rohren herum anstatt da mal spanhebend tätig zu werden. Dieses kleine Helferlein, gefunden beim Toolmonger könnte da eine Hilfe sein, der Nachbau aus gewöhnlichem Halbzeug dürfte nichtmal besonders schwer sein.

19
Okt
08

news 19.10.2008

  • Auto – DIY Atom

Der [W] Ariel von der britischen Firma Atom ist ein auf geringes Gewicht getrimmter Spassroadster. Um noch ein paar Kilos zu sparen, wird in weiten Teilen sogar auf eine Karosserie verzichtet, der Kontakt mit den Elementen ist also ein sehr direkter. Eine Frontscheibe ist bei so einem Geschoss natürlich auch völlig überflüssig, gefahren wird mit Helm oder zumindest Fliegerbrille. Selbst ein 60er Jahre Lotus versprüht deutlich mehr Luxus ( ok der Siebener ist wahrscheinlich ähnlich kompromisslos) . Btw… Türen gibts auch nicht, die würden wohl die Torsionssteifigkeit des Gitterrohrrahmens zu sehr beeinträchtigen und gerade besonders auf kurvigen Strecken macht sich das geringe Gewicht von nur 470kg! (leer) bezahlt. Da benötigt man dann auch keinen großvolumigen Motor um die tonnenschweren Renner aus Zuffenhausen oder Modena alt aussehen zu lassen.

Was die ganze Geschichte in diesem Blog zu suchen hat? Well… , 65000$ Basispreis sind zwar relativ zu den anderen Supersportlern ein absolutes Schnäppchen, für viele aber wohl immer noch ein wenig zu viel für ein Fahrzeug ohne jeden Nutzwert. Ähnliche Überlegungen müssen wohl auch einen amerikanischen (nochnicht) Studenten umgetrieben haben als er sich entschloss so ein Ding einfach von Grund auf selbst zu bauen … Zitat:

This is the cad model of the Ariel Atom Frame. I’m building off this model

kein Scherz … einfach mal zu flickr klicken und staunen!

  • Verfahren – Drucken mit der Dampfwalze

Wer schonmal in der Schule o.ä. mit Linolschnitten in Kontakt gekommen ist, dem sollte aufgefallen sein wieviel Druck man für einen sauberen Print benötigt. Die Pressen hat natürlich auch nicht jeder zu Hause stehen… . Aber nicht verzagen, im Zweifelsfall findet sich immer eine Möglichkeit, die unter Einsatz roher Gewalt zum gewünschten Ergebnis führt.

Gut für den sponten Druck am Samstagabend ist die Brute-force-Methode mit der Dampfwalze wohl nicht geeignet, aber man kann ja auch eine Spassveranstaltung mit der ganzen Familie und dem Freundeskreis draus machen.

  • Hack – Mehr Power für Msi´s Wind

Die kleinen Netbooks ala EEE oder Wind erfreuen sich ja einer steigenden Beliebtheit, wenn sowas in die Hände der richtigen Leute fällt wird das neue Spielzeug natürlich auch entsprechend modifiziert … Akku zu schnell leer? – kein Problem

16
Okt
08

news 16.10.08

  • Elektronik – E-Paper rev.eng.

Wenn für Sci-Fi Produktionen die ebenfalls fortgeschrittene Technologisierung des Alltags visualisiert werden soll, kommt man ohne Zeitungen mit dynamischem Inhalt nur schwer aus. Der Vorschsprung zur Wirklichkeit wird jedoch zunehmend schmaler. Ebook-reader, die statt klassischer TFT-Technologie auf E-paper als Display setzen, gibt es auch schon eine Weile. Mit einem Buch oder einer Zeitung hat das aber noch nicht viel zu tun, die Teile sehen eher aus wie ein dickes Klemmbrett. Einen Schritt weiter geht das [W] Esquire-Magazine, das die Verbindung von klassischem Print und E-paper sehr direkt betreibt. In der Septemberausgabe befand sich so ein Display auf dem Cover. Wie  nicht anders zu erwarten, haben sich das ein paar Leute mal genauer angesehen und ihre Ergebnisse bei hackaday veröffentlicht. Wirklich dynamisch ist das alles noch nicht, aber man steht auch grade erst am Anfang der Untersuchungen.

In Europa scheint es die Zeitschrift nicht zu geben, Interessierte werden aber mit Sicherheit via Bucht oder o.ä. an die entsprechende Ausgabe gelangen können.

  • Elektronik – package engeneering

Wer sich im letzten halben Jahr ein Notebook mit nVidia Chip gekauft hat, wird möglicherweise auch von den kleinen „Problemchen“ erfahren haben, die sich da mit der Zeit ergeben können. „Problemchen“ sind in diesem Fall der plötzliche Tod seines Rechenknechts, weil sich am Grafikchip die Lötverbindungen lösen.

Die Lösungsformel der meisten Hersteller läuft wohl auf ein Biosupdate hinaus, welches die Lüfterreglung per default auf max. stellt. An dieser Stelle polemisiere ich mal wenn ich behaupte, dass das Problem so vorallendingen aus der Garantiezeit herausgeschoben wird. Laut wird es natürlich auch und zwar permanent

Die Probleme liegen wahrscheinlich in einem Lötverfahren begründet, das den thermischen Herausforderungen in den meisten Notebooks auf Dauer nicht gewachsen ist. Einen schönen Hintergrundartikel (eng.) zu dem Thema hat das Technologiemagazin the inquierer verfasst. Nebenbei erfährt man auch eine Menge Wissenswertes über die grundsätzlichen Herausforderungen, die sich den Ingenieuren beim Design des Chip-Packages stellen.

  • Mechanik – Papierbrücken

Auf den ersten Blick mag der klassiche Bogen Papier kein geeignetes Mittel für den Brückenbau sein. Die erstaunlich stabilen Konstruktionen, die auf entsprechenden Wettebwerben gebaut und getestet werden, belehren uns da jedoch jedes mal eines Besseren. Wer keine Lust hat, sich die ganzen Basics selbst anzueignen, dem sei die Seite Papierbruecke.de empfohlen. Neben ein paar Bildern zu 4 Brücken mit verschiedener Schwierigkeitsstufen gibts auch die Rubrik Wissen in der noch ein paar Grundlagen erklärt werden. Der Rekord für Papierbrücken im Bereich Tragfähigkeit ( Eigengewicht zu Nutzlast) liegt im Moment bei 1200:1 …

12
Okt
08

Einjähriges…

Tjor nu isses so weit, nach dem einhundersten Posting gibts heute das einjährige Bestehen von Botchjob zu feiern.

Ich fürchte an dieser Stelle wird es dann Zeit für eine kleine Tischrede, auch wenn ich sowas eigentlich hasse wie die Pest. Naja muss wohl sein, sonst bleibt das Buffet geschlossen und wir hungrig.

Von der ursprünglichen Idee, das ganze nur als Portfolio für meine Basteleien zu nutzen ist nicht mehr viel geblieben. Sehr schnell fand sich ein zweiter Autor mit ähnlichen Interessengebieten, seit November 07 gibt es auch schon die ersten zögerlichen Schritte in Richtung einer relativ regelmäßigen Newsversorgung für die langsam, aber stetig wachsende Leserschaft. Dank auch an alle, die uns schon so lange die Treue halten.

Meinen Statistiken zufolge, scheint die sich überwiegend aus den Besuchern der Foren zu rekrutieren, in denen ich auch selbst angemeldet bin. Der Rest stammt wohl von ihrer Göttlichkeit, dem großen G. Mit Schnaps und Kohlefaser bekommt man sie alle ;). Jetzt wo die Saison wieder losgeht werdens hoffentlich noch ein paar mehr werden…

What´s next ?

Mhh ja gute Frage… . Für eine Markenauffrischung ist es auch im schnelllebigen Internet nach einem Jahr wohl noch etwas zu früh. Wir setzen also erstmal auf Kontinuität, die Luft ist aus dem Konzept ja noch net raus, es geht weiter aufwärts. Konkret bedeutet das: Der thematische Spagat zwischen Design und Technik bleibt, genauso die News in Frequenz und Struktur (für tägliche News reicht die Zeit auch einfach net). Eventuell gesellt sich auf die obere Navileiste noch eine neue Kategorie aber das ist im Moment noch in der Planungsphase. Basteleien ? – laufen auch weiter wie bisher, mit etwas Glück auch mal wieder ein Langzeitprojekt.

ansonsten … auf ins zweite Jahr Botchjob.

mfg

RBT

// Edit by jngd: Manmanman, jetzt verpasse ich sogar schon unser einjähriges! Tja, von meiner Seite ist in letzter Zeit ja nur seeeeehr wenig gekommen, das liegt daran, dass ich wenig (für diesen Blog) interessantes Zeug gemacht habe.

Zwei, drei Entwürfe für Artikel stehen zwar schon, aber atm habe ich irgendwie keine Motivation, alles mögliche unterschiedliche weiterzuführen. Es ruht so einiges auf der Werkbank, was ich wohl noch fertigstellen wollte. Auch die Ausbildung fordert im Moment viel meiner Zeit, so dass ich Nachmittags nicht immer unbedingt Lust habe was zu basteln.

Dennoch: Ich werd mich ranhalten, mal wieder produktives beizusteuern und natürlich wünsche ich dem Blog auch noch einen grandiosen ersten Geburstag! Edit by jngd //

p.s.: Wer noch allgemeine Fragen oder Anregungen hat kann sie gerne in den Kommentaren loswerden.

08
Okt
08

Blinkenlights is back

Blinkenlights is back!

Die Älteren unter euch werden sich vieleicht noch an das erste Blinkenlightsprogramm erinnern, das 2001 in Berlin zu sehen war. Veranstaltungsort war da sehr prominent der Alexanderplatz, genauer das Haus des Lehrers.

Für alle Neulinge hier mal die Basics. Beim ersten Blinkenlights wurden vom CCC in 144 Fenstern des Haus des Lehrers Bauscheinwerfer installiert und an eine zentrale Steuerung geklemmt. So konnten sehr grob gerasterte Grafiken ausgegeben werden, man hat praktisch ein monochromes 144 Pixel Display in Wohnblockgröße geschaffen.

Die Installation stand jedoch nicht nur einem kleinen Kreis von Auserwählten offen, sondern jeder der wollte konnte eigene kleine Kurzfilme einreichen. Damit war der Interaktivität aber noch kein Ende gesetzt. Wem das mit den eigenen Videso zu viel Arbeit war, konnte auch live und via Telefon einfache Spiele wie z.B. Snake auf der Fassade spielen.

Das ganze Projekt stand von Anfang an unter Open Source Lizenzen und ermöglichte so den Nachbau oder Seitenprojekte auf ähnlicher Technik. Unter dem Label Blinkenleds finden sich eine ganze Menge Projekte, die Blinkenlights wieder auf Zimmergröße zu stauchen. Die Software war gleich so flexibel angelegt worden, dass auch kleine selfmade Leddisplays angesteuert werden konnten.

Nach dem großen Erfolg von 2001 und 2002 (Paris) wurde es jedoch wieder etwas still um das Blinkenledsteam. Aus verschiedenen Gründen konnten keine weiteren Gebäude mehr bespielt werden. Dies änderte sich jedoch als man in diesem Jahr in Toronto etwas passendes für die anstehende nuit blanche suchte. Bespielt werden sollte die Toronto City Hall – ein Bau gegen den der graue Klotz am Alex geradezu winzig wirkt. Statt 144 Pixeln waren diesmal über 900 im Gespräch.

Man entschied sich daher die vorhandene und leicht angestaubte Hardware nicht weiterzuverwenden und entwickelte in kürzester Zeit eine völlig neue technische Basis. Dies war auch nicht nur wegen der neuen Größenordnung bitter nötig, die Architektur der City Hall mit zwei Einzeltürmen unterschiedlicher Höhe machte ebenfalls Anpassungen nötig. Dies ist aber nicht die einzige Besonderheit des Gebäudes, die Grundfläche ist auch noch an einen Ring angelehnt. Durch die starke Wölbung der Gebäudeinnenseite wird man so auch nie beide „Bildschirme“ gleichzeitig sehen können. Auf Seiten des CCC-Teams entschied man sich daher für eine Wireless-Lösung für jeden einzelnen Bildpunkt. Auf diese Weise konnte man auch Zeit während des Aufbaus sparen. Wer schonmal die Rückseite eines kleinen Blinkenleds gesehen hat sollte eine gute vorstellung davon bekommen was bei 900+ Fenstern an Verkabelungsaufwand angefallen wäre. Ein einfaches monochromes und binäres Display war natürlich auch nicht mehr zeitgemäß . RGB ist es zwar noch nicht geworden aber Graustufen lassen sich darstellen . Das macht die Ansteuerung natürlich komplexer, eröffnet im gleichen Atemzug aber deutlich mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Videos.

Die Software wurde ebenfalls an das neue Projekt angepasst. Um alle Möglichkeiten des Stereoscope getauften Projekts auszureizen wurden verschiedene Programme entwickelt. Zum einen wird es auch für Laien wieder die Möglichkeit geben mit einer einfachen Oberfläche eigene Animationen zu erstellen oder ganz profan zu spielen. So weit so bekannt. Neu ist ein Werkzeugsatz, der sich in erster Linie an professionelle Designer richtet. Es basiert auf der bekannten MAC-Software quartz composer, andere Plattformen werden aber auch nicht ausgeschlossen. Noch mehr Obstweichware gibts dann für das I-phone mit dem es ebenfalls möglich sein wird Animationen zu erstellen und das Ergebnis auf dem 3D-Modell zu bewundern bevor es dann vieleicht Live geht.

Wer mal einen Eindruck von den neuen Fähigkeiten der Blinkenlights bekommen möchte sollte sich den Testlauf in der Tube anschauen.

Natürlich steht auch diese Version wieder unter OS. Mehr Lesefutter gibt es unter anderem bei Hackday, die ein Interview mit einem der Macher ergattern konnten. Alle weiteren Infos gibts dann auf der Projektseite und dem dazugehörigen Blog.

05
Okt
08

Old Jacks Ledlight

Old Jacks Ledlight

So, es wird mal wieder Zeit für ein HP-Led Projekt auf diesem Blog. Der Material- und Zeitaufwand sollte sich bei dieser Lampe in sehr eng gesteckten Grenzen halten. Zum Einsatz kommen daher eine alte 1W Lumiled in Royal-Blau und eine 3,5W P4 in NW von Seoul. Sparsame Schaltregler waren mir ebenfalls zu teuer, da 2 verschiedene Konstantströme benötigt werden. Die olle Lumi rennt auf 350mA, die P4 wird mit 700mA bestromt. Als Regler kommt der Klassiker LM317 zum Einsatz, nicht elegant aber erprobt und für gut befunden. Der 317 ist zwar eigentlich ein linearer  Spannunsgregler, mit einer leicht modifizierten Verschaltung der Widerstände lässt er sich jedoch auch einen konstanten Strom entlocken.  Das Netzteil lag in meiner Elektronikrestekiste.

Was den Schwierigkeitsgrad angeht, ist dieses Projekt auch auf jeden Fall für den blutigen Anfänger geeignet. Man braucht nicht mehr als eine Bügelsäge, einen kleinen Satz Feilen, ne Bohrmaschine und natürlich einen Lötkolben. Die  KSQ kommt mit dem IC und 2 Widerständen aus.

Die Idee zu dieser Lampe enstand, nachdem ich bei Freunden die bekannten Transportdosen für Edelschnäpse als Nudelaufbewahrungsbox gesehen habe. Die meisten der Dosen eignen sich auch nicht für viel mehr und sind womöglich auch noch aus Pappe. Anders das Verpackungsmaterial einer größeren Whiskey-Distille aus Tennessee. Die Blechboxen sind sehr schön schlicht gehalten, haben nur ein minimalistisches Dekor und ganz wichtig für unseren Zweck: Sie sind in weiten Teilen gelocht.

So sieht die Kiste aus, sollte eigentlich jedem bekannt sein. Um sich möglichst wenig Arbeit aufzuhalsen bleibt die Hülle nahezu unverändert, die kompletten Lampeninnereien werden von oben in die Dose geschoben.

Weiterlesen ‚Old Jacks Ledlight‘

03
Okt
08

news 3.10.2008

  • Robotik – Orbswarms

Beim ersten Post über die Orb-roboter war von der angestrebten Selbstständigkeit noch nicht viel zu sehen. Damals wurde der Technik noch ganz traditionell via Fernbedienung der eigene Wille aufgezwungen. Inzwischen scheint man bei der Entwicklung einen Schritt weiter zu sein und die Metallbälle fahren GPS-gesteuert auf der Fläche eines Fußballfelds herum. Ziel des Kunstprojekts ist einen ganzen Schwarm autonom auf dem Burning Man Festival tanzen zu lassen. Sowas, in der flachen Salzpfanne der Blackrock Desert, könnte wirklich sehr beeindruckend aussehen.

Bilder und ein Video zu aktuellen Stand der Entwicklung gibts hier

  • Design – Retrofuture

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Retrofuture“ oder „Retrofuturism“ ? Das große und allewissende W meint dazu, dass es da um eine Begeisterung für die Zukunftskonzepte vergangener Tage geht. In Betracht kommen da wohl die 20er oder 50er/60er des vergangenen Jahrhunderts, als man dank wirtschaftlichen Aufschwungs die Zukunft nur in den leuchtendsten Farben malte. Wer schonmal einen Blick in die Technikmagazine jener Zeit geworfen hat wird wissen wovon ich hier schreibe. Mit ’29 oder der Ölkrise war dann wieder Schluss mit Optimismus.

Schöne Beispiele finden wir bei Yanko. Es geht da speziell um die GM Motorama Roadshow. Der US-Konzern ließ seine Designer zu der Zeit geradezu von der Leine und die nutzten ihren ungewohnten Freiraum auch um ungehemmt auf der Kreativwiese herumzutollen. Was die Jungs da so ausgebrütet haben wurde dann dem staunenden Publikum auf der Roadshow vorgeführt.

Die Entwürfe, bis hin zum extra Tourbus aka „Futureliner“, gegeben wahrscheinlich einen besseren Einblick in die Welt des Sputnikzeitalters als das es irgendwelche Texte jemals könnten. Nebenbei kann man sich ja auch mal für eigene Projekte inspieren lassen, die 50ies waren ja noch eine Zeit die von Stahl und Aluminium dominiert war, bevor dann die Plastikwelle durch die Haushalte rollte.

  • Auto – Elektroflitzer

Wo wir grade bei den Zukunftskonzepten der Vergangenheit sind, damals träumte man ja davon alles, vom Auto bis zur Zahnbürste, irgendwie mit Atomstrom zu befeuern. Tankstops sollten dann wohl auf den 5jahrensinspektionen gleich miterledigt werden. Beim Kleinserienhersteller SSC träumt man noch heute von so einer Reichweite, meldet zumindest das Gizmag. Träumen heißt in diesem Fall „steht quasi kurz vor der Serienreife“, womit auf jeden Fall mal meine Neugier geweckt ist. Vermutlich ists aber nur ein Tippfehler oder kann jemand ne Alternative zum Fluxkompensator anbieten ?

01
Okt
08

news 1.10.2008

  • Material – Bioplaste

Egal ob Peakoil schon da war oder noch kommt, an die Zeiten billigen Öls wird man sich auf kurz oder lang wohl nur noch wehmütig erinnern können. Ohne Öl gibts auch keine Kunststoffe mehr – das denkt man vieleicht etwas vorschnell. Aber wie beim Sprit wächst eine mögliche Alternative auf dem Acker. Einen caseinbasierten Kunststoff hatten wir hier schon im Angebot ( im weitesten Sinne wachsen Kühe ja auch auf der Wiese), heute gibts was auf Stärkebasis. Es geht also DEM deutschen Grundnahrungsmittel an die Wäsche.

zum How-To

  • Design – Schachbrett

Eigentlich sollte man dem Jungen die Kohle für seine recht geniale Idee ja gönnen… .Es soll also jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen ob er die Idee mopst oder das Teil käuflich erwirbt. Der Aufbau des Reiseschachbretts ist ultrasimpel und ohne jeden überflüssigen Schnickschnack. Das Spielfeld ist ein faltbares Stück Wellpappe, die Figuren bedruckte Kunststoffplättchen. Die liegen entweder fest verzurrt unter Plastikstreifen am Rand (den Dingern die auch immer um Pakete geschnürt sind) oder stecken in den Schlitzen des Spielfelds. Das ganze Ding ist damit auch noch absolut erschütterungsresistent.

Link

  • Design – Krawatte für Stiernacken

Auf der nächsten Mittelalter und RP-Convention ist man damit bestimmt der King, jenseits davon .. uhuh das weiß man nicht. Die Kettenhemdkrawatte ist aber in jedem Fall ein Blickfänger und wenn man keine Ahnung hat was man mit den übrig gebliebenen Ringen des letzten Kettenhemds machen soll, so hat man jetzt zumindest ne Anregung.




Watt is hier Sache?

in einem Wort: DIY
Selbermachen aus Prinzip, aus Spass oder einfach weil mans kann. Ganz grundsätzlich dreht sich hier alles rund um Elektrotechnik, Mechanik und wie man seine Basteleien hübsch verpackt (aka Design). Für die Naschkatzen gibts die Kategorie "Köstlichkeiten", selbstgemacht ist hier natürlich auch das Essen!

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