05
Okt
08

Old Jacks Ledlight

Old Jacks Ledlight

So, es wird mal wieder Zeit für ein HP-Led Projekt auf diesem Blog. Der Material- und Zeitaufwand sollte sich bei dieser Lampe in sehr eng gesteckten Grenzen halten. Zum Einsatz kommen daher eine alte 1W Lumiled in Royal-Blau und eine 3,5W P4 in NW von Seoul. Sparsame Schaltregler waren mir ebenfalls zu teuer, da 2 verschiedene Konstantströme benötigt werden. Die olle Lumi rennt auf 350mA, die P4 wird mit 700mA bestromt. Als Regler kommt der Klassiker LM317 zum Einsatz, nicht elegant aber erprobt und für gut befunden. Der 317 ist zwar eigentlich ein linearer  Spannunsgregler, mit einer leicht modifizierten Verschaltung der Widerstände lässt er sich jedoch auch einen konstanten Strom entlocken.  Das Netzteil lag in meiner Elektronikrestekiste.

Was den Schwierigkeitsgrad angeht, ist dieses Projekt auch auf jeden Fall für den blutigen Anfänger geeignet. Man braucht nicht mehr als eine Bügelsäge, einen kleinen Satz Feilen, ne Bohrmaschine und natürlich einen Lötkolben. Die  KSQ kommt mit dem IC und 2 Widerständen aus.

Die Idee zu dieser Lampe enstand, nachdem ich bei Freunden die bekannten Transportdosen für Edelschnäpse als Nudelaufbewahrungsbox gesehen habe. Die meisten der Dosen eignen sich auch nicht für viel mehr und sind womöglich auch noch aus Pappe. Anders das Verpackungsmaterial einer größeren Whiskey-Distille aus Tennessee. Die Blechboxen sind sehr schön schlicht gehalten, haben nur ein minimalistisches Dekor und ganz wichtig für unseren Zweck: Sie sind in weiten Teilen gelocht.

So sieht die Kiste aus, sollte eigentlich jedem bekannt sein. Um sich möglichst wenig Arbeit aufzuhalsen bleibt die Hülle nahezu unverändert, die kompletten Lampeninnereien werden von oben in die Dose geschoben.

Das sind einige der benötigten Einzelteile. Die komplette Konstruktion wird in Aluminium ausgeführt. Materialstärke variiert zwischen 2,5 und 6mm

Im Hintergrund erkennt man die „Grundplatte“, die sich später unter dem Deckel wiederfinden wird. Mit 6mm Dicke dient sie auch gleich als Masse-Kühlkörper für die beiden Leds. Die ICs werden an die Seitenflächen geklebt.

Ein KK mit Finnen hätte wenig Sinn gemacht, da der Dosendeckel jede Konvektion unmöglich machen sollte.

Das bereits nahezu fertige Innenleben. Geklebt wurde alles mit 1k Wärmeleitkleber. Um das ganze etwas stabiler zu machen, wurden außen noch ein paar Reste von Alu-4-Kantrohren verklebt. Die 6mm Klötzchen am Fuss der Seitenteile haben da nicht gereicht.

Die Seitenflächen dienen auch gleichzeitig als Reflektor und arbeiten ganz passabel. Hier läuft die Q5 schonmal probeweise mit einer 700mA KSQ, die Temperaturen blieben auch im Dauerbetrieb angenehm niedrig.

Erstaunlicherweise stieg die Temperatur auch mit aufgesetzter Blechhülle nicht in unangenehme Bereiche.

Was jetzt fehlte, war eine Stromversorgung, die über das grade gezeigte Provisorium hinausging. Das unteres Loch ist für die Kabeldurchführung, ins obere kommt der Kippschalter mit dem zwischen Weiß/Blau/Aus gewählt werden kann.

So sieht es wenigstens von außen gut aus. Von den LMs gibt es keine Fotos, die Teile sind an Banalität kaum zu übertreffen. Ein kleiner Tipp am Rande sei jedoch erlaubt. Die Grundflächen der ICs müssen genau wie die der Leds vom Alu elektrisch, aber nicht thermisch isoliert werden. Das geht entweder durch die Verwendung spezieller Aluplatinen oder Wärmeleitpads. Die meiner Meinung nach einfachste und billigste Variante ist jedoch ein Blech aus eloxiertem Alu.

Ein kleines Problem am Rande war das verwendete Netzteil. Mit der fertigen KSQ lief alles sehr schön, das alte 9V NT brachte die Leds jedoch massiv zum Flimmern, gerade in Verbindung mit dem Lochblech kaum auszuhalten. Auch hier spuckte die Restekiste noch verwertbares aus. 5x 470µF und ein 2700µF Kondi parallel zur Versorgungspsannung haben alle Flimmereien brav herausgeglättet.

Zum Abschluss dann die üblichen Beweisfotos. Man erkennt den Unterschied zwischen den 3 oder 4 Jahren Ledtechnologie recht deutlich denk ich.

Man muss der Fairness halber an dieser Stelle noch einmal anmerken, das die P4 auch doppelt so viel Strom abbekommt (und auch verkraften kann wie die K1)

Hier das ganze nochmal in leicht abgedunkelter Umgebung auf meinem Schreibtisch.

Fazit: Wieder mal ein schönes QnD-Projekt für ein Wochenende. Wenn man direkt auf ordentliches Material gesetzt hätte, wäre man wohl auch in weniger Stunden fertig geworden. Mit der Suche nach einem Fix für das Flimmern hat das ganze dann etwas länger gedauert. Bekommen sollte man solche Dosen übrigens in jeder Kneipe, die sind meist froh wenn sie die Dinger los sind. Das Angebot variiert jedoch saisonal, die Aktion mit dieser Dose scheint es nur in der Vorweihnachtszeit zu geben.

mfg RBT

Zeit: 8h

Geld: 6€ (P4+ LM317, der Rest is vom Schrottie)

Technische Grundlagen:

How-to’s (LEDtechnik)

LEDprojekte:

HP-LEDspot
Nachttischlampe
QND Arbeitsleuchte
Modell 1134680

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