05
Nov
08

Gehen sie weiter …

es gibt in jedem Fall was zu sehen…

Das Rad an sich ist ja heutzutage schon recht etabliert was Fortbewegungsmittel im Allgemeinen angeht. Großartige Neuerungen sind auch nicht mehr zu erwarten, dafür war jetzt echt genug Zeit ( gut so ein oder 2 tweaks gibts da schon noch …). Es wird daher Zeit auch mal nach Alternativen zu suchen, denn nicht immer sind Räder die optimale Lösung um ein Fahrzeug zu bewegen.

Wenn einem die Ideen ausgehen ist es oft das einfachste sich von der Natur insprieren zu lassen. Der erste Blick wird vieleicht an einem selbst hinuntergleiten. Humanoide Roboter oder alles auf zwei Beinen sind aber eine wackelige Angelegenheit, deren Stabilitätsproblem noch nicht zur vollen Zufriedenheit der Entwickler gelöst wurde. Kleine japanische Roboter die publikumswirksam von Treppen fallen sind da wohl das beste Beispiel.

Bei der weiteren Erforschung seiner Umwelt wird man dann schnell auf Insekten oder Spinnen stoßen, die mit ihren 6 und 8 Beinen das Problem der Gleichgewichtsverlagerung geschickt umschifft haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Tierchen eine Körperform haben die parallel zum Boden ausgerichtet ist. Wenn mal was schief geht ist der Weg nach unten ein kurzer und es gibt hoffentlich keinen Bruch. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist der auch psychologische. Insekten und Spinnen lösen genau wie Schlangen bei den meisten Menschen instinktiv Ekelgefühle aus. Dieser Umstand überträgt sich auch auf ihre mechanischen Doubles, genau wie wir einem humanoiden Roboter gleich Intelligenz unterstellen ohne das wir uns dagegen wehren können. Neben Abscheu und Ekel scheinen diese Tiere jedoch auch eine ziemliche Faszination auf uns Menschen auszuüben. Man denke nur an die unzähligen riesigen und haarigen Viecher in heimischen Terrarien.

Ein sehr klassisches Design hat dieser kleine Roboter. Sechs Beine, die im rechten Winkel vom „Körper“ abstehen und alles Lebenswichtige dazwischen. Der Antrieb kann in dieser Größenordnung noch mit Modellbauservos realisiert werden.

Gefunden bei hackedgadgets, da gibts dann auch noch ein paar mehr Infos zu dem Ding.

Diese Kostruktionsweise hat jedoch einen kleinen Haken. Man muss das Bein sowohl anheben als auch irgendwie drehen. Die Achsen für den Bewegungsablauf stehen im rechten Winkel zueinander, was die Aufgabe nicht einfachr macht.

Bei der Konstruktion der Mondospider ist man das Problem etwas geschickter angegangen. Ihre acht Beine sind parallel zur Bewegungsrichtung angebracht. „Hoch“ und nach „vorne“ lassen sich so mit einem Gelenk realisieren. Auch in der Größenordnung spielt die Mondospider in einer anderen Kategorie. Sie bietet immerhin schon einem erwachsen Menschen Platz und in jedem Fall ungeteilte Aufmerksamkeit. Das Gefährt ist erstaunlich schnell und wendig und erzeugt dabei einen Heidenlärm.

Hackedgadgets hat dazu noch ein paar mehr Videos zusammengesucht. In der Tube selbst gibts aber auch noch einiges an Material.

Für das Burning Man Festival wurde das gleiche Prinzip dann noch einmal etwas aufgeblasen. Statt einer Person finden jetzt acht Leute inklusive Fahrer Platz und mit circa sechs Tonnen Gewicht gibt man ja auch erstmal eine Hausnummer vor. Das „Walkin Beast“ ist einfach riesig, wobei es so aussieht als wenn dort langsam die Grenzen der Belastbarkeit für das Material erreicht wurden. Die mechanische Präzision der Mondospider geht spätestens dann verloren, wenn die Monsterbeine einfach nur noch auf den Boden fallen und dabei kleine Krater hinterlassen. Geräuschkulisse ist hier ebenfalls sehr ordentlich, dafür sorgen zum einen die Mechanik und zum anderen der V8 im Heck der „Skulptur“. Bilder, auch aus der Entstehungsphase, gibt es hier und auf mechanicalspider.com auch die komplette Historie dieses Ansatzes.

Wie zartfühlend sich auch so ein Riesengefährt auf Beinen fortbewegen kann zeigt das Beispiel des großen grünen Landmaschinenherstellers mit dem Hirschen … . In der Forstwirtschaft ist die Verwendung von laufenden statt rollenden Vehikeln keine Spielerei um der Technik willen, sondern schützt den empfindlichen Waldboden. Der Druck pro Fläche ist geringer und es wühlt sich nichts durchs Wurzelwerk.

Wenn man mit genügend Geld nach einem Problem wirft scheint man auch ziemlich gute Lösungen zu finden, aber wie es aussieht wird der Walker nicht mehr produziert. Zumindest auf der Herstellerseite konnte ich dazu keine Angaben mehr finden.

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