24
Mai
11

QND – Das Longboard (2/3)

Der letzte Artikel zum Thema „Longboard“ endete mit einem fast fertigen Deck-Rohling. Mit den verklebten Sperrholzlagen fängt der Spass jedoch grad erst an. Von einem fahrfertigen Brettl ist man an diesem Punkt noch einige Arbeitsstunden entfernt.

Spätestens an diesem Punkt sollte man sich darüber Gedanken machen, welche Form das Brett denn bekommen soll. Da gilt es dann einen guten Kompromiss zwischen angedachtem Einsatzgebiet und persönlichem Geschmack zu finden. Ein Blick auf die Seiten der großen Hersteller hilft einem oft schon etwas Inspiration für den richtigen „Shape“ zu finden

Wie hier unschwer zu erkennen ist, hab ich für den ersten Versuch hübsch tiefe gestapelt. Die Kontur entspricht einem sehr sehr klassischen „Fish“ mit kurzem Radstand. Entworfen werden alle Boards mit dem opensource Vektorgrafikprog „Inkscape“ und dann mit „Posterazor“ (ebenfalls freeware) druckfertig gemacht. Es genügt eine Hälfte des Shapes zu drucken und diese auf dem Rohling einfach zu spiegeln.

Die Mittellinie, an der man die Schablone ausrichtet wird so oder so benötigt, da sie auch als Referenz für die Achsbohrungen dient. In jedem Fall sollte der Rohling nun in etwa so wie auf dem oberen Bild aussehen. Wann man die Achsbohrungen setzt spielt eigentlich keine große Rolle, nur die Markierungen sollten bereits in diesem Zustand aufs Brett. Ein eckiger Rohling lässt sich einfach besser handeln als ein bereits gesäges Deck.

Mit der Stichsäge lässt sich dann schon mit 1-2mm Zugabe das Deck aus dem Rohling sägen.

Das Finish erfolgte dann an der Kantenschleifmaschine. Schneller geht eigentlich nicht, aber wer nicht über so fancy Holzbearbeitungsgerät verfügt, kann sich auch mit Schwing- und Bandschleifer behelfen. Die Kanten kann man später auch noch von Hand brechen.

Was nun noch fehlt sind die „Wheelwells“. Anders als gewöhnliche Skateboardachsen, neigen sich in Longboardachsen in Kurvenfahrten deutlich. Hinzu kommen noch die vergleichsweise großen Rollen (60-80mm).

Wenn man Pech hat (oder es in der Kurve übertreibt) berührt die Rolle in so einer Situation das Deck und die Rolle wird stark abgebremst. Die auf dem Deck stehende träge Masse bremst etwas später nicht weniger spontan auf dem Asphalt.

Die Aussparungen auf der Deckunterseite verschaffen einem noch ein paar wenige jedoch entscheidende Grad Achseneigung. Kann man mit Flex, Schwing- oder Bandschleifer formen. Wer das alles nicht hat, für den reicht auch eine stabiles und zylinderförmiges Gefäß, welches mit Schleifpapier umwickelt wurde.

Damit wäre das Erstlingswerk auch schon bereit für eine Erprobungsfahrt.

 

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