27
Apr
15

QnD: Von der Powerbank zum Rücklicht

Es wir mal wieder Zeit für ein kurzes und überschaubare Wochenendprojekt. Ein robustes Rücklicht für den Rucksack / die Gesäßtasche muss her.

bicycle-backlight_v1_01Auf dumme Gedanken brachte mich folgendes Gerät. Eine neudeutsch „Powerbank“ genannte Speicherbüchse für elektrische Energie, die andere mobile Geräte via USB laden soll. Der Große USB Anschluss lässt 5V raus, über den kleineren werden 5V getankt.

Das Ding wurde ausgerechnet von (semi-)BigOil auf einem größeren Event verteilt. Energiewende und so, ‚wissenscho.

Performance soll laut eines Opfers  freiwilligen Testers eher durchwachsen sein.

bicycle-backlight_v1_02 bicycle-backlight_v1_03Also Schraubendreher klar und guten Gewissens auseinandergehäkelt das Ding.

Die Innereien waren so überschaubar wie erwartbar. Eine Lithiumzelle als Herzstück und dazu etwas Ladeelektronik mit step-up / step-down Wandlern um die 3,7V der Lithiumzelle mit den 5V des USB-Busses zu verheiraten.

bicycle-backlight_v1_04Die Werbegeschenke der beiden anwesenden Unternehmen unterschieden sich nur marginal. Minimal andere Layouts der Platinen und Plastegestelle und in einem Fall 2200 statt 2600mAh nominelle Kapazität.

 

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Ein schneller Test ergab: Als Stromspender für ein USB-ladefähiges Rücklicht durchaus tauglich. Zum Einsazt kommen diverse LEDs aus seligen Casemodding-Zeiten. 4500 und 10000mcd wenn mich die Aufschrift der Tütchen nicht täuscht.

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Eine neue Dose benötigen wir natürlich auch noch. Für die Jüngeren ein Wort der Erleuchtung: Netz, Monitor und Tastatur hatten früher mal deutlich abweichende Steckerstandards, es handelt sich hier tatsächlich um PC-Technik. Das Einzelhandelskonzept „Systemhaus“ hat sich ebenfalls überlebt.

Die Älteren können an dieser Stelle gerne etwas in Nostalgie schwelgen.

 

bicycle-backlight_v1_07Erfreulicherweise flogen noch Alustreifen in exakt passender Breite herum.

 

bicycle-backlight_v1_08Der Rest des Gehäuses wurde mit der Stichsäge gefügig und maßig gemacht.

 

bicycle-backlight_v1_09in den einen Deckel wurde noch eine großzüge Öffnung geprickelt und …

 

bicycle-backlight_v1_10in Akuratess ausgefeilt.

 

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Der USB Anschluss musste dann weichen. Wir erinnern uns, da fließen die 5V wieder raus und Kabel lassen sich an die Stelle besser direkt anlöten.

Ohne Hilfsrahmen aus Plasteelaste komme ich natürlich auch nicht aus. Einfach mal bei den Chinesen abkupfern …

 

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Danach die 5mm LEDs fliegend verdrahten. Darum wurde das Projekt auch gleich „v.1“ getauft. Das mag so alles funktionieren, aber optimal ist die stark gewinkelte Position der LEDs nicht. Das geht 1. heller und 2. wohl auch mit weniger LEDs. SMD-Leuchtwürfelchen sind im Zulauf.

 

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Ursprünglich sollte der Taster ebenfalls mal von der Platine fliegen und seinen Platz am Ende der ganzen Konstruktion finden (da wo auch der handschutaugliche Aluknopf residiert). An der Stelle hatte ich natürlich die Rechnung ohne die kleinen Nickeligkeiten der E-technik gemacht. Sobald sich der Taster auch nur 3-5mm von seinem Plätzchen auf der Platine bewegte kam im zuständigen Käferchen kein sinnvolles Signal mehr an. Das Ding auch noch zu entprellen war mir dann auch zuviel aufwasch, SMD Bauteile für so einen Spass waren auch gerade nicht greifbar.
Messinggestänge einmal längs durch den Innenraum ließ sich deutlich schmerzfreier realisieren.

 

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Noch ein derber Bügel auf die Rückseite und das Ding ist einsatztauglich.

Ganz klar wieder ein Meisterwerk des Instituts für angewandten Leichtbau. Das Gerät wiegt vermutlich mehr als alle sonstigen Batterielichter zusammen.

Ein hoch auf robuste Landmaschinentechnik!

Zeit: Ein Wochenende

Geld: nix (Alles Reste und anderer Leute Marketingbudgets)

 


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