29
Jun
15

Einsteigerquadcopter – Konzept

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Botchjob geht in die Luft. Im Wortsinne. Angefixt durch diverse Race- und Camcoptervideos und einen FPV-Propheten im weiteren Umfeld zieht es mich nun auch in die Welt der ROVs. Da das Thema durchaus eine gewisse Komplexität mit sich trägt wird dies der Auftakt für eine ganze Artikelserie zum diesem Thema. In den folgenden Artikeln wird hier der komplette Prozess von den ersten Konzepten und Lastenheften über Design und Produktion einzelner Teile nachgezeichnet werden. Sobald alles steht dürfen Berichte zum Flug und Absturzverhalten der Kiste natürlich nicht fehlen. Den Auftakt macht ein eher textlastiger Artikel zum Konzept des ganzen Unterfangens.

Der Einstieg also klar bei Adam und Eva – die RC Welt ist groß, was will ich eigentlich? Fliegen soll es, klar, FPV fähig soll es auch sein, elektrisch betrieben wäre vorteilhaft und bitte auch nicht übermäßig teuer. Bis hierher wären also sowohl Copter, als auch Flächenflugmodelle denkbar. Für den Einstieg habe ich mich dann mal für einen Quadrocopter entschieden, da der vom Flugverhalten nicht so raumgreifend ist wie ein Flieger. Ein Einsteigerquadcopter ließe sich auch mal im Park oder Wald bewegen. Hexa- oder Octacopter wären natürlich noch etwas schöner, gerade im hinblick auf Flugdauer oder Nutzlast, aber ein Quad ist erstmal recht günstig zu beschaffen.

Was soll es tun dieses Quad? Stabil und lange fliegen, quasi das Equivalent zum Schulflugzeug. Da ich vorher keine Berührungspunkte mit fliegendem RC-Gerät hatte steht der Erweb der fliegerischen Grundfähigkeiten im Vordergrund aller Bemühungen. Nebenher sollen auch alle teuren Teile heile bleiben, wenn das Fluggerät Schnittmengen mit den Objekten der Umgebung schafft. Portabilität soll ebenfalls gewährleistet sein.

Wir benötigen also:

  • einen H-frame (oder angelehnte Geo, X scheidet aus um FPV fähig zu bleiben)
  • 10-11″ Propeller
  • Motoren um 1000kV
  • Akku > 3000mAh
  • Motorregler (ESCs) bis 20A Einzelleistung
  • eine Flugsteuerung, die irgendwie mit den gängigen Open Source Softwarelösungen für Copter bestückt oder kompatibel ist
  • Steuerung auf 2,8 GHz
  • (Mittelfristig: Video auf 5.8 GHz, Projektion auf Videobrille)

Angehängt habe ich mal meine Komponentenliste, in der ich verschiedene Konfigurationen durchgespielt habe. Was man am Ende des Tages wo bestellt, hängt auch klar von der Verfügbarkeit einzelner Komponenten ab und der individuellen Risikofreude hinsichtlich der mehr oder weniger gängigen Direktversender aus dem Land der Mitte.

Bestellt wurde nun Folgendes:

Basiskomponenten 450er Quad Produkt
4x Motorregler (ESC) Rctimer Mini ESC20A OPTO BLHeli Firmware (OneShot125)
4x Motor Turnigy Multistar 2213-980Kv 14Pole Multi-Rotor Outrunner
8x Prop Gemfan 1145 Glass Nylon Reinforced Propellers CW/CCW Set (Grey)
1x Flugsteuerung px4-pixhawk-lite-v2-4-5
2x Akku ZIPPY_Compact_3700mAh_3S_25C
Sender FrSky Taranis X9D PLUS
Empfänger FrSky D4R-II Telemetry Receiver
Antenne siehe D4R-II
Kabel/Anschlüsse?
Kabel/Anschlüsse?
PDB 36mm Stromverteiler FPV Power Distribution Board Dual On-Board BEC 5V 12V LED
Summe:  ~ 470€

Der aufmerksame Leser wird hier in der Aufstellung eine Flugzelle vermissen. Mit Recht. Sowas kostet im Einsteigerbereich auch nur ca. 30€ für eine Vollplastepappe für die ersten Crashlandings. Make or Buy war hier jedoch keine Frage der Kosteneffizienz, die Entscheidung selber einen entsprechenden Rahmen zu entwerfen, gründete sich eher im Wunsch die eigenen Fähigkeiten im Bereich CAD auszubauen. Nach einem Besuch im Fablab zu Berlin war dann auch klar, dass ein entsprechender Rahmen auch weitgehend via CAM das Licht der Welt erblicken sollte. Es gibt noch so viel zu lernen …

Zur Flugzelle dann in den kommenden Artikeln mehr.

mfg

RBT

 


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